Die Stadt verfügt über 17 Ortsteile und ein Ausbau des Glasfaserkabelnetzes pro Ortsteil hätte die Stadt 100 000 Euro gekostet. "Das hätte unser Budget mehr als nur gesprengt", erläutert sie. Selbst wenn man laufende Bauarbeiten mit der Verlegung der Lichtwellenkabel verbunden hätte, sei ein Anschluss an die Opal unrealistisch gewesen.

Zudem müsse zusätzlich noch ein Kabel bis zur Stadt gelegt und eine Kopfstation über der Opal-Trasse gebaut werden. "Ganz zu schweigen von den Anschlüssen an jeden Haushalt", gibt Mudrack zu bedenken.

Die Stadt und deren Ortsteile zählen dennoch nicht zu den "weißen Flecken" des Landkreises. "Es gibt bei uns sehr wenige Haushalte, die mit DSL-Internet unterversorgt sind", sagt die Bauamtsleiterin. Die Stadt habe sich bei der Breitbandversorgung für eine Richtfunkanlage entschieden, die die Deutsche Telekom betreibt. "Wir haben mit dem Richtfunk der zwei LTE-Masten die weißen Flecken aus unserem Stadtgebiet ausgemerzt."

Über die Bedeutung eines gut ausgebauten Breitbandnetzes für die Stadt sei sie sich im Klaren, jedoch erhalte Sonnewalde im Jahr 200 000 Euro vom Land und vom Bund für Bauvorhaben. Derzeit liegen bei der Stadt zunächst andere Investitionen wie die Sanierung des Schlosses an. "Wir können nicht alles auf einmal leisten", sagt sie, "sondern müssen sehen, dass wir die Aufgaben nacheinander angehen und abarbeiten."