Der Stein wird vom Unternehmen Cora International feilgeboten, das den Stein im vergangenen Jahr in Südafrika fand, wie Sotheby's am Mittwoch mitteilte. Für viele Käufer ist nach Auskunft des Auktionshauses auch wichtig, dass ein Stein keine früheren Besitzer hatte. „Manche Personen finden es sehr anziehend, dass ein Stein Millionen von Jahren unberührt unter der Erde gelegen hat“, sagte David Bennett, Chef der Edelsteinabteilung bei Sotheby's vor der Auktion am heutigen 15. November.

Bei der Versteigerung in Genf sollen außerdem auch Juwelen aus der Zeit des Osmanischen Reichs versteigert werden, die Sultan Abdul Hamid II. der Frau des Vizekönigs von Ägypten im späten 19. Jahrhundert schenkte. Für die Halskette, die Brosche und die Ohrringe sind etwa sieben Millionen Euro veranschlagt. Einige der Steine könnten laut Sotheby's zuvor Teil eines Friedensangebots Russlands an das Osmanische Reich gewesen sein. Sie könnten demnach im Jahr 1711 ein Geschenk von Katharina, der Frau Peters des Großen und späteren Zarin, an Sultan Ahmed II. gewesen sein.

Ebenfalls zur Versteigerung steht eine Rolex von Konrad Adenauer, die er vom Gründer der Uhrenfirma, Hans Wilsdorf, 1955 erhalten hatte. In einem Brief an den ersten Nachkriegskanzler schrieb Wilsdorf, Adenauer könne die Uhr auch beim Baden tragen, ohne den Mechanismus zu zerstören.