Jetzt macht Tom Lüneburger auf eigene Faust weiter - unter anderem am Donnerstag in Cottbus.Der Sänger Tom Lüneburger ist in der Musiklandschaft kein Unbekannter. Mit seiner Band Myballoon war er auch des Öfteren in Cottbus zu Gast. Nach inneren Querelen gab die Band auf. Im Jahr 2006 war das. Plötzlich stand er ohne musikalischen Background da. Was macht ein Sänger, dem die Band abhanden kommt und der auch persönlich schwere Zeiten durchmacht? Richtig, er schreibt Songs, um seine Geschichte zu verarbeiten. Daraus entstanden ist ein Album mit zehn Songs, die mit einem sparsamen, fast schon asketischen Sound aufgenommen und dabei auf das Wesentliche reduziert wurden. Mit diesen Songs hat er es zunächst einmal bis ins Finale des vor Kurzem zu Ende gegangenen Nachwuchsmusik-Wettbewerbs F 6 Music Award geschafft. Beim letzten Konzert musste er sich einer Band aus Sachsen geschlagen geben. Das hindert ihn aber nicht daran, seine Sache durchzuziehen. Mit seinen Songs erreicht er eine Intensität, die den Hörer dazu bringt, sich in die Lage des Sängers zu versetzen, seinen Schmerz, seine Einsamkeit, seine Verletzlichkeit zu fühlen und Teil des Aufbegehrens dagegen zu werden. Am Donnerstag ist Lüneburger zum ersten Mal in Cottbus zu sehen. Mit seinen Mitstreitern wird er im Klub Bebel zu Gast sein. Heiko Portale 22. April, Einlass ab 20 Uhr, Bebel, Nordstraße 4, Cottbus; www.myspace.com