Der 63 Jahre alte Skip per und seine 51-jährige Lebensgefährtin "befinden sich gegenwärtig in sicherer Obhut in der Deutschen Botschaft im kenianischen Nairobi und werden dort intensiv betreut", sagte ein Außenamtssprecher. Die Befreiten seien von den Strapazen der Geiselhaft gezeichnet, es gehe ihnen aber den Umständen entsprechend gut. Die Segler waren in einer Jacht vor der Küste des afrikanischen Landes Somalia unterwegs, als sie am 23. Juni von Piraten verschleppt wurden.
Nach Angaben der somalischen Behörden wurde ein Lösegeld von umgerechnet 666 500 Euro gezahlt. Ein Vermittler erklärte, die Seeräuber, die ursprünglich zwei Millionen Dollar forderten, hätten nur 600 000 Dollar erhalten. Den Rest hätten die Behörden von Puntland kassiert. Unklar ist, wer das Geld gezahlt hat.
Der Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte: "Beide Segler sind erleichtert, nach sechs Wochen der Angst und der Ungewissheit wieder in Freiheit zu sein." Wann sie in ihre Heimat, das Städtchen Neuhausen bei Stuttgart, zurückkehren werden, war gestern noch unbekannt. (dpa/ck)