Grundsätzlich verboten ist Telefonwerbung nicht. Werbeanrufe sind jedoch nur zulässig bei ausdrücklicher Einwilligung des Verbrauchers. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2000 muss diese Erlaubnis schon vor dem Anruf vorliegen und darf nicht erst zu Gesprächsbeginn eingeholt werden (Az.: I ZR 241/97). Oft geben Verbraucher unwissentlich eine solche Einwilligung ab - etwa bei Preisausschreiben. Diese Einwilligung können sie jedoch jederzeit widerrufen.
Gegen die Anrufe selbst gibt es keinen Schutz, sofern die eigene Rufnummer im Umlauf ist. Verbraucherschützer raten aber, den Anrufer offensiv zur Rede zu stellen. Betroffene sollten den Namen des Anrufers und seiner Firma erfragen, ebenso den Grund des Anrufs, und diese Daten dann an die zuständige Verbraucherzentrale weiterleiten. Zudem sollte der Angerufene darauf hinweisen, dass weitere Anrufe unerwünscht sind und die Löschung seiner Daten verlangen.
Telefonkunden können bei ihren Anbietern beantragen, dass Anrufe mit unterdrückter Nummer nicht durchgestellt werden. Gerade bei Telefonwerbung wird häufig die Rufnummer nicht angezeigt. Dadurch wird der Anruf bei rechtlichen Schwierigkeiten schwerer rekonstruierbar.
Grundsätzlich besteht ein Widerrufsrecht für am Telefon abgeschlossene Verträge. Sie können meist zwei bis vier Wochen nach Erhalt der Widerrufsbelehrung rückgängig gemacht werden. Ausgenommen sind bisher jedoch viele Zeitschriftenabonnements und Verträge über Lotto- und Wettdienstleistungen.
Wird Geld ohne vorherige Zustimmung vom Konto abgebucht, sollten sich Verbraucher an ihre Bank wenden. Die Kreditinstitute schreiben die illegal eingezogene Summe laut dem Bundesverband deutscher Banken wieder gut. Unternehmen dürfen Geld von fremden Konten nur abbuchen, wenn deren Inhaber vorher eine Einzugsermächtigung unterschrieben haben. Der Bankenverband empfiehlt Verbrauchern jedoch, auf ihren Kontoauszügen die Abbuchungen regelmäßig zu kontrollieren. (AFP/eb)