Mal sind wir putzmunter, mal schleppen wir uns nur so durch den Tag - je nachdem, wie unsere innere Uhr tickt. Unser Körper funktioniert nach einem Bio-Rhythmus, seine Steuerzentrale liegt im Gehirn - dort, wo die Sehnerven der Augen zusammentreffen. Die biologische Uhr bestimmt, was unser Körper und unser Gehirn wann machen. Zum Beispiel lässt sie nachts den Blutdruck sinken und den Atem flacher werden. Zugleich gibt sie den Startschuss für die nächtlichen Reparatur- und Erholungsprogramme.

Daher sind Körper und Geist nachts kaum zu Arbeit zu bewegen. Auch sprechen Forscher oft von einer inneren Uhr, in Wahrheit besitzen wir Milliarden davon. Denn in jeder Zelle tickt ein eigener Zeitmesser. Beispiel Körpertemperatur: Sie schwankt bei allen Menschen im Tagesverlauf um ein Grad, ist (bei Gesunden) morgens zwischen zwei und vier Uhr am tiefsten und steigt dann zwölf Stunden kontinuierlich bis auf 37,5 Grad an. Blutdruck: "120 zu 80" gilt als gesund. Tatsächlich gibt es ein Auf und Ab.

Morgens ist der Blutdruck am höchsten, sinkt bis nachmittags ab und steigt abends wieder. Schmerzempfinden: Unsere Schmerztoleranz hängt von der Tageszeit ab. Morgens bis mittags sind wir am empfindlichsten, da sollte man besser nicht zum Zahnarzt. Nachmittags ertragen wir mehr. Arzneimittel: Medikamente wie Aspirin wirken abends stärker - es genügt daher weniger Wirkstoff. Eine örtliche Betäubung wirkt nachmittags drei Mal so lange wie morgens. Gibt es also den perfekten Tag? Vielleicht, wenn wir auf die innere Uhr hören. Denn sie gibt uns vor, was für uns zu welcher Zeit am besten ist. Aber: Faktoren wie Schichtarbeit oder Tagschlaf stören sie. Auch unterschiedlich lange Bettzeiten sowie Nikotin und Alkohol sind nachteilig.

7.30 UHR SEX

Wen n der Wecker klingelt, sollten Sie lieber noch liegen bleiben und sich mit ihrem Schatz vergnügen. Denn um 7.30 Uhr werden die meisten Sexualhormone freigesetzt, haben Studien aus Italien ergeben. Demnach kommen die meisten Paare in den frühen Morgenstunden zum Orgasmus.

8.10 UHR FRÜHSTÜCK

Die beste Zeit fürs Frühstück ist die erste Stunde nach dem Aufwachen, haben australische Wissenschaftler herausgefunden. Davor ist der Magen noch nicht fit für die Nahrungsaufnahme. Die "Wartezeit" können Sie mit dem 7.30-Uhr-Programm überbrücken.

9 UHR PRODUKTIVSTE ZEIT

In den ersten zwei Stunden nach dem Erwachen sind wir am produktivsten. Heißt: Gegen 9 Uhr sind wir am fittesten. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol ist am höchsten, das beflügelt unsere Konzentration, wie ein New Yorker Schlaflabor erforscht hat. Knifflige und komplexe Vorgänge sind jetzt am besten zu erledigen.

10.30 UHR PAUSE

Wie wär's mit einem Frühstückchen nach dem Frühstück. Um halb elf ist die ideale Zeit für eine kleine Pause, um ein bisschen Energie zu tanken - etwa in Form von Obst.

13.30 UHR MITTAGESSEN

Meist nach Mittag ist der Stoffwechsel so richtig in Fahrt, der Magen knurrt. Mit einem Mittagessen können Sie Ihren Hunger stillen und den Blutzuckerspiegel optimal ins Gleichgewicht bringen.

14 UHR EXTRA TRINKEN

Eine Extraportion Wasser ist wichtig und hält Sie über das Mittagstief hinaus bis in den Nachmittag fit.

16 UHR KLEINE PAUSE

Bevor Ihr Blutzuckerspiegel absackt, sollten Sie einen kleinen Happen zu sich nehmen, etwa Joghurt. Das gibt nochmals Power für den Endspurt des Arbeitstages.

17 UHR SPORT

Zei t für etwas Bewegung nach der Arbeit - gegen 17.00 Uhr ist die ideale Zeit für Sport. Denn wie US-Wissenschaftler in Kalifornien herausgefunden haben, sind zu diesem Zeitpunkt die Hand- Augen-Koordination und Reaktionszeit gemeinsam auf einem Höhepunkt. Und das Stresshormon Cortisol ist am niedrigsten .

19 UHR WEIN

Ein Gläschen Wein am Abend tut nicht nur der Seele gut. Leber und Bauchspeicheldrüse sind in dieser Zeit in Hochaktion und verarbeiten den Alkohol besser.

19.30 UHR ABENDESSEN

Leicht sollte es sein und verdaulich - essen Sie Abends am besten viel Gemüse und Eiweiß, verzichten Sie eher auf Kohlenhydrate. Ein schweres Abendessen würde die Verdauung ankurbeln, Kohlenhydrate treiben den Blutzuckerspiegel nach oben. Und eine nächtliche Insulinausschüttung macht erstens dick, zweitens stört sie den Schlaf.

22 UHR BADEN

Unterstützen Sie Ihre Körpertemperatur, um besser zu schlafen, indem Sie sich mit einem Bad aufwärmen. Die Wärme tut gut, wirkt einschläfernd und bereitet optimal aufs Bett vor.

23 UHR SCHLAFEN GEHEN

Di e Stresshormone haben ihren Tiefpunkt erreicht, und der Körper produziert einen Schub des Schlafhormons Melatonin. Das lässt Sie gut einschlummern. Für einen erholsamen Schlaf sollten Sie jetzt weder essen, noch im Bett Computer spielen oder fern sehen.