Im verhandelten Fall hatte ein Eigentümer nur das vermietete Obergeschoss seines Zweifamilienhauses mit einer Fassadenverkleidung versehen und wollte die gesamten hierfür angefallenen Kosten als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Das Finanzamt erkannte jedoch nur 41 Prozent der Ausgaben an, da dieser Prozentsatz der vermieteten Fläche des Hauses entspreche. Das Finanzgericht hingegen erkannte die Kosten für die Fassadenverkleidung des Obergeschosses in vollem Umfang an. Dabei berief es sich auf den Grundsatz, dass Kosten immer dem Teil des Objekts zugeordnet werden müssen, an dem sie entstanden sind. Im vorliegenden Fall wurde die Verkleidung nur an der vermieteten Wohnung angebracht, sodass lediglich der Mieter von der Sanierung profitiere. Die restliche Wohnfläche, die weder vermietet noch saniert wurde, müsse daher nicht in die Kostenzuordnung einbezogen werden. (ddp.djn/eb)