Der richtige Zeitpunkt, eine genaue Beschriftung und auch die korrekte Verpackung sind wichtig, damit Postsendungen gut und pünktlich ankommen.

Versand innerhalb Deutschlands und Europas. Wer die Weihnachtskarte spätestens am 21. Dezember einwirft, kann sich vergleichsweise sicher sein, dass sie am 24. Dezember ankommt. Vorausgesetzt, der Empfänger wohnt in Deutschland. "Innerhalb Europas sollte man mit zehn bis 14 Tagen rechnen", sagt Elmar Müller vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT). Das gilt für Briefe und Pakete gleichermaßen. In Deutschland reicht fürs Paket eine Woche.

Versand außerhalb der EU. Solche Post sollten Verbraucher spätestens drei Wochen vor Weihnachten aufgeben, rät Rolf Schulz von der Deutschen Post. Bei den Mitgliedern des Bundesverbands Internationaler Express- und Kurierdienste (Biek) gilt weltweit ein etwas späterer Termin: der 14. Dezember. Wer sicher gehen will, sollte bei den Unternehmen nachfragen.

Per Express - eine Preisfrage. Wer die Fristen verpasst, hat noch die Chance, Päckchen und Briefe per Express zu verschicken. In Deutschland kommt die Expresspost rechtzeitig an, wenn sie am Samstag vor Weihnachten rausgeht. Allerdings kostet der schnelle Service auch deutlich mehr: Dreimal so hoch sind die Preise für den Expressversand, schätzt Elmar Müller vom DVPT. So kostet das Expresspaket bis zehn Kilogramm bei der Deutschen Post 23,50 Euro - statt 6,90 Euro im Standardversand.

Päckchen, Paket oder Großbrief? Die Post unterscheidet zusätzlich zwischen Päckchen und Paket. Päckchen sind billiger, sie dürfen aber nur bis zu zwei Kilogramm wiegen. Pakete werden nach Kilozahl abgerechnet, sagt Müller. Sparfüchse können den Großbrief nutzen - wenn das Geschenk hineinpasst. Generell kostet ein Paket innerhalb der EU etwa doppelt so viel wie innerhalb Deutschlands. Außerhalb der EU ist es teurer.

Besser kein Geld im Brief. Ein Brief sollte so schlicht wie möglich sein. "Man sollte ihm nicht ansehen, dass es sich um etwas Wertvolles handelt und er eventuell Geld enthält", so Müller. Aus rechtlicher Sicht ist das Verschicken von Geld problematisch: Die Post weist in ihren AGB darauf hin, dass Sendungen mit Geldinhalt von der Beförderung ausgeschlossen sind.

Richtig verpacken. Bei Paketen kommt es auf die Stabilität an: "Keine dünnwandigen Kartons", warnt Anja Schmieder vom Biek. "Hohlräume sind etwa mit Luftpolsterfolie, Knüllpapier oder Styropor auszufüllen", erklärt Schulz. Ein Hinweis wie "Vorsicht, zerbrechlich" hilft nur begrenzt: Überwiegend werden Pakete über Maschinen befördert. Förderbänder, Rutschen, etwaige Stürze. Deshalb sollten Pakete auch nicht mit Schleifen geschmückt werden - die können sich auf den Bändern verheddern.

Wenn Rücksendungen eintreffen. Wird das Paket unterwegs beschädigt, geht es zurück an den Absender. "Dann sollte ich checken, ob auch der Inhalt beschädigt ist - noch während der Zusteller anwesend ist", rät Müller.

Versicherungsfragen beachten. Bei der Post macht es einen Unterschied, ob es sich um ein Päckchen oder Paket handelt: Päckchen sind grundsätzlich nicht versichert, Pakete schon. "Alles, was wichtig ist, sollte ich deshalb als Paket verschicken, auch unter zwei Kilogramm", rät Müller. Bei den Mitgliedsunternehmen des Biek, wie Hermes, dpd oder Fedex, werden nur Pakete verschickt - und die sind versichert. "Man bekommt automatisch einen Beleg mit einer Nummer, über die man das Paket auch nachverfolgen kann", so Schmieder.

An Zollbestimmungen denken. Wer beim Nachverfolgen feststellt, dass sein Paket irgendwo hängen geblieben ist, hat eventuell die Zollbestimmungen nicht beachtet. Wohin was verschickt werden darf, darüber informieren Zollverwaltung und Botschaften.

Sperrgut verschicken. Größere Geschenke wie Fahrräder lassen sich am besten als Sperrgut verschicken. "Da sollte ich vorher beim Unternehmen nachfragen, wie die Gewichts- und Maßbeschränkungen aussehen", empfiehlt Schmieder. Sendungen werden auch zu Hause abgeholt, wenn man tags zuvor anruft.

Packstationen und Online-Frankierung. In den Packstationen der Post kann ich das Geschenk rund um die Uhr abgeben", sagt Schulz. Wer die Briefmarke schon zuvor aus dem Internet herunterlädt, spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Online-Frankierungen seien etwas günstiger. Dekofans dürften diese dann nur nicht mit Stickern überkleben und damit unkenntlich machen.