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So attraktiv sind unsere Handelsstandorte

Cottbus. Die Einzelhandelszentralität ist eine Marktforschungskennziffer, die darauf hinweist, wie attraktiv eine Region als Einzelhandelsstandort ist. Sie ergibt sich aus der Gegenüberstellung des vor Ort im Einzelhandel erzielten Umsatzes zu der am Ort vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft Ist die Kennziffer größer als 100, findet ein Kaufkraftzufluss statt, und in der jeweiligen Stadt wird mehr Umsatz im Einzelhandel getätigt, als die dort lebende Bevölkerung im Einzelhandel ausgibt. Beate Möschl

Eine Kennziffer von kleiner als 100 zeigt einen Kaufkraftabfluss an (siehe Grafik). Die Kennziffer gilt als unverzichtbar für die Standortplanung und -bewertung.

Die Region ist durch eine überdurchschnittlich hohe Verkaufsflächenausstattung je Einwohner gekennzeichnet. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Einwohner, die Altersstruktur ändert sich und auch das Einkaufsverhalten. Die Industrie- und Handelskammern Cottbus und Dresden sehen deshalb auf die rund 12 000 Handelsunternehmen in Südbrandenburg und Nordost-sachsen drastische Strukturveränderungen zukommen und befürchten eine Zunahme des Leerstandes bei Ladengeschäften. "Jeder Handels- oder Marktplatz benötigt ein gutes Umfeld, um sich auch nachhaltig erfolgreich zu entwickeln", sagt Sylke Schulz-Apelt, Vorsitzende des Handelsausschusses der IHK Cottbus, und kündigt an: "Im Handelsausschuss muss es uns also um das gemeinsame Agieren gehen." Kommunale Verwaltungen, Stadtmarketing, Handwerk und Gastronomie gehören mit ins Boot. Das zeigt das aktuelle Innenstadt-Ranking des Kölner Institutes für Handelsforschung (IFH) für Städte mit bis zu 100 000 Einwohnern.