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So attraktiv sind unsere Handelsstandorte

Cottbus. (moe) Die Einzelhandelszentralität ist eine Marktforschungskennziffer, die darauf hinweist, wie attraktiv eine Region als Einzelhandelsstandort ist. Sie ergibt sich aus der Gegenüberstellung des vor Ort im Einzelhandel erzielten Umsatzes zu der am Ort vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft (siehe auch Grafik Teil 1 der RUNDSCHAU-Serie "Ich kaufe regional" vom 26.

August).

Die Einzelhandelszentralität ist ein wichtiger Indikator dafür, wie weit es der Region gelingt, Kaufkraft zu Gunsten des jeweils niedergelassenen Einzelhandels anzuziehen. Die Kennziffer gilt als unverzichtbar für die Standortplanung und -bewertung. Die Region ist durch eine überdurchschnittlich hohe Verkaufsflächenausstattung je Einwohner gekennzeichnet. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Einwohner, die Altersstruktur ändert sich und auch das Einkaufs-, Freizeit- und Mobilitätsverhalten. Die Industrie- und Handelskammern Cottbus und Dresden sehen auf die rund 12 000 Handelsunternehmen in Südbrandenburg und Nordost sachsen drastische Strukturveränderungen zukommen und befürchten eine Zunahme des Leerstandes bei Ladengeschäften. "Jeder Handels- oder Marktplatz benötigt ein gutes Umfeld, um sich auch nachhaltig erfolgreich zu entwickeln", sagt Sylke Schulz-Apelt, Vorsitzende des Handelsausschusses der IHK Cottbus, und kündigt an: "Im Handelsausschuss muss es uns also um das gemeinsame Agieren gehen." Kommunale Verwaltungen, Stadtmarketing, Handwerk und Gastronomie gehören mit ins Boot. Das zeigt das aktuelle Innenstadt-Ranking des Kölner Institutes für Handelsforschung (IFH) für Städte mit bis zu 100 000 Einwohnern.