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Die Einzelhandelszentralität ist ein wichtiger Indikator dafür, wie weit es der Region gelingt, Kaufkraft zugunsten des jeweils niedergelassenen Einzelhandels anzuziehen. Die Kennziffer gilt als unverzichtbar für die Standortplanung und -bewertung. Die Region ist durch eine überdurchschnittlich hohe Verkaufsflächenausstattung je Einwohner gekennzeichnet. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Einwohner, die Altersstruktur ändert sich und auch das Einkaufs-, Freizeit- und Mobilitätsverhalten. Die Industrie- und Handelskammern Cottbus und Dresden sehen auf die rund 12 000 Handelsunternehmen in Südbrandenburg und Nordost sachsen drastische Strukturveränderungen zukommen und befürchten eine Zunahme des Leerstandes bei Ladengeschäften. "Jeder Handels- oder Marktplatz benötigt ein gutes Umfeld, um sich auch nachhaltig erfolgreich zu entwickeln", sagt Sylke Schulz-Apelt, Vorsitzende des Handelsausschusses der IHK Cottbus, und kündigt an: "Im Handelsausschuss muss es uns also um das gemeinsame Agieren gehen." Kommunale Verwaltungen, Stadtmarketing, Handwerk und Gastronomie gehören mit ins Boot. Das zeigt das aktuelle Innenstadt-Ranking des Kölner Institutes für Handelsforschung (IFH) für Städte mit bis zu 100 000 Einwohnern.