Die Zeiten, als Spam - als unerwünschte Nachrichten - nur im E-Mail-Postfach landeten, sind vorbei. Heutzutage kommen unerwünschte Nachrichten auch per SMS oder über Messenger-Apps auf das Smartphone.

Die nervigen Nachrichten haben es in sich: Ruft man darin angegebene Nummern an oder klickt auf Links, landet schlimmstenfalls schädliche Software auf dem Smartphone oder man schließt ungewollt teure Abonnements bei unseriösen Anbietern ab.

Deswegen gilt für Spam-Nachrichten, was auch für die E-Mails gilt: "Löschen, nichts anklicken und am besten den Absender sperren", sagt Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal "teltarif.de".

Besonders tückisch sind laut Kuch die Abofallen. Klickt man nämlich auf einen in einer SMS oder Messenger-Nachricht enthaltenen Link, wird damit unter Umständen die eigene Telefonnummer übertragen, erklärt er. So kann unbemerkt ein Geschäft nach dem WAP-Bezahlverfahren zustande kommen - am Monatsende werden die Kosten dann über die Telefonrechnung eingezogen.

Auch die Aufforderung zum Rückruf einer bestimmten Telefonnummer kann eine teure Angelegenheit sein, warnt Kuch. Dahinter können Sonderrufnummern mit hohen Minutenpreisen stecken.

Aber es gibt Mittel, sich vor solchen Betrügereien zu schützen. Wenn ignorieren und sperren nicht hilft, etwa weil die Absender ständig neue Telefonnummern verwenden, kann man beim eigenen Anbieter eine Drittanbietersperre einrichten. Dann sind Bezahlvorgänge über WAP-Dienste nicht mehr möglich.

Einige Anbieter ermöglichen es auch, nur einzelne Dienste zu sperren - etwa damit nützliche Dienste wie der Kauf von Nahverkehrstickets über das Telefon noch funktionieren.

Kommt der Spam per Messenger, ist es besonders einfach, die Absender zu sperren. Bei Apples iMessage reicht dabei im Chat ein Fingertipp auf "Details" und dann auf das "i"-Symbol im Kreis. Bei den Kontaktdetails gibt es ganz unten auf der Seite die Option "Kontakt sperren".

Whatsapp-Nutzer tippen den Angaben nach einfach auf die Absendernummer und dann auf "Blockieren".