Laut Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) beträgt die maximal zulässige Lohnuntergrenze zwei Drittel des Tariflohns, der in der betreffenden Branche und Wirtschaftsregion üblicherweise gezahlt wird. Liegt der zwischen Privathaushalt und Haushaltshilfe vereinbarte Lohn darunter, ist dieser sittenwidrig gering. Die getroffene Vergütungsvereinbarung wäre in solchen Fällen nichtig.

Orientieren können sich private Arbeitgeber laut Auskunft der Minijob-Zentrale an den Tarifverträgen des DHB-Netzwerkes Haushalt mit den jeweiligen Landesbezirken der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Für den Landesbezirk Nordrhein-Westfalen gelten zum Beispiel für Haushaltshilfen, Hauswirtschafter und für Kinderbetreuung je nach beruflicher Qualifikation Stundenlöhne von 8,82 Euro (ungelernt) bis 16,98 Euro (Meister der Hauswirtschaft). Der Stundenlohn für Hauswirtschafter mit Berufsabschluss beträgt den Angaben nach 10,26 Euro.

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