Der Bundesgerichtshof (BGH) hob gestern das auf 15 Jahre Freiheitsstrafe lautende Urteil des Landgerichts Bonn vom Dezember 2007 teilweise auf und ordnete einen neuen Prozess an. Darin geht es nur noch um die Höhe der Strafe und die Frage, ob zusätzlich eine „Sicherungsverwahrung unter Vorbehalt“ verhängt wird. Laut BGH sind dem Landgericht in diesen Punkten Rechtsfehler unterlaufen.
Im Übrigen bleibt das Urteil bestehen, der Schuldspruch ist damit rechtskräftig. Die Revisionen des Angeklagten und seiner beiden Mittäter wurden verworfen. Sie waren zu 14 Jahren Haft und zu 10 Jahren Jugendstrafe verurteilt worden.
Zusammen mit seinen beiden damals 17 und 20 Jahre alten Zellengenossen hatte der damals 19-jährige Pascal I. im November 2006 einen Mithäftling fast elf Stunden lang auf unvorstellbar grausame Weise geprügelt, misshandelt, vergewaltigt und am Ende an der Tür zum Toilettenraum erhängt.
(dpa/das)