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Sieben auf einen Streich

Kopfballstark: Bad Muskaus Slawomir Orzech (l.). Die Muskauer entschieden beim 7:0 das Gros der persönlichen Duelle für sich.
Kopfballstark: Bad Muskaus Slawomir Orzech (l.). Die Muskauer entschieden beim 7:0 das Gros der persönlichen Duelle für sich. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Bad Muskau beginnt die Landesklassen-Saison mit einem 7:0-Fest gegen Borea Dresden. Es gab aber noch einen weiteren Grund zum Feiern. Thomas Baum / bmt1

RW Bad Muskau - SC Borea Dresden 7:0 (3:0).

Tore: 1:0 Piatek (7.), 2:0 und 3:0 Swirlik (15./34.), 4:0 und 5:0 Sarelo (48./60.), 6:0 Kosman (63.), 7:0 Sarelo (71.). Schiedsrichter: Nils Fiedler. Zuschauer: 150.

Der SV Rot-Weiß Bad Muskau hat am 1. Spieltag der Fußball-Landesklasse Ost ganz souverän mit 7:0 gegen den SC Borea Dresden gewonnen. Der Aufsteiger aus dem Dresdner Norden hatte sich sicherlich mehr in Bad Muskau ausgerechnet. Auch bei den Rot-Weißen musste man sich nach der 1:4-Pokalniederlage in Zeißig erst einmal wieder sortieren. Nachdem in den ersten Minuten die Gäste relativ gut nach vorne spielten, konnte bereits in der 7. Minute der SV Rot-Weiß mit 1:0 in Führung gehen. Nach starker Vorarbeit von Marcin Swirlik an der Grundlinie brauchte Jaroslaw Piatek nur noch ins leere Tor einzuschieben.

In der 9. Minute hatten dann die Gäste aus Dresden eine Chance. Nach einem guten Eckball stand ein Dresdner frei zum Schuss, doch der haute den Ball über das Muskauer Tor. Bereits in der 11. Minute gab es eine weitere Chance für die Parkstädter, doch Radek Sarelo schoss knapp vorbei. In der 15. Minute war es dann soweit. Nach einem langen Ball von Slawomir Orzech auf Radek Sarelo setzte sich dieser über außen durch und nach einem schönen Pass in die Mitte netzte Marcin Swirlik klug ein. In der 17. Minute gab es dann gleich zwei dicke Chancen für die Bad Muskauer für Orzech und Sarelo weiter zu erhöhen, die jedoch ungenutzt blieben. In der 34. Minute konnte Marcin Swirlik dann noch das 3:0 erzielen. Vorausgegangen war ein kapitaler Fehler des Gästetorwarts, der neben dem Tor stehend den Ball nach vorne spielen wollte, jedoch direkt auf Marcin Swirlik passte und der brauchte aus circa 25 Metern nur noch gekonnt ins leere Tor schießen. In den nachfolgenden Spielminuten gab es noch weitere sehr gute Torchancen für die Rot-Weißen. Die erste Halbzeit war somit geprägt von Muskauer Spielstärke und wunderbaren Toren. Der SC Borea Dresden hatte jedoch nach gutem Beginn auch stark nachgelassen und defacto nicht eine richtige Torchance in der ersten Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit ging das muntere Toreschießen so weiter. In der 48. Minute war Radek Sarelo zum 4:0 erfolgreich, auch hier nach einem Fehler von Torhüter Tino Schmidt. In der 50. Minute konnte sich der Schmidt dann aber auszeichnen, als er einen Kopfball von Radek Sarelo mit einer Glanzparade abwehren konnte. Wenig später mussten die Gäste dann aus ihrer Sicht das 0:5 kassieren. Nach einem schönen Pass von Sawicki auf Sarelo, erzielte dieser sein zweites Tor.

Und es sollte noch schlimmer für die Gäste vom SC Borea Dresden kommen. Denn in der 63. Minute erzielte Bartosz Kosman nach einem Stellungsfehler in der Dresdner Abwehr per Abstauber das 6:0. Mit viel Beifall von den etwa 150 Zuschauern wurde in der 70. Minute Marcin Swirlik ausgewechselt und durch Geburtstagskind Mateusz Zebrowski ersetzt, der am Spieltag seinen 30. Geburtstag mit dem Team feiern konnte.

In der 71. Minute spielte Slawomir Orzech einen langen Ball auf Radek Sarelo, der den Gästetorhüter ausspielen und mühelos das 7:0 erzielen konnte. Mit drei Treffern war Radek Sarelo der erfolgreichste Muskauer Torschütze und wurde in der 77. Minute mit viel Applaus aus dem Spiel verabschiedet. Für ihn kam Michal Bartkowiak in ein Spiel, das aber längst entschieden war.

Insgesamt eine großartige Leistung der Muskauer am 1. Spieltag, die Lust auf die neue Saison macht und das ärgerliche Pokalaus vergessen lässt. Muskaus Trainer Andre' Brückner war nach dem Spiel sichtlich zufrieden, wollte das Ergebnis aber natürlich auch nicht überbewerten. Nach den beiden Auswärtsspielen in Weixdorf und Laubegast heißt es erst am 9. September gegen Zeißig wieder Heimspielzeit beim SV Rot-Weiß Bad Muskau. Da wäre dann eine gute Gelegenheit, sich für das Pokalaus mit einer ähnlich starken Leistung wie gegen Borea zu revanchieren.