Auf dem Flughafen Düsseldorf ist am Dienstagabend eine Sondermaschine aus Frankreich mit den sterblichen Überresten von 44 Opfern des Germanwings-Unglücks gelandet. Darunter sind auch die Särge von 16 Schülern und zwei Lehrerinnen eines Gymnasiums in Haltern am See. Sie waren nach einem Schüleraustausch auf dem Rückweg aus Spanien, als die Maschine abstürzte.

Tödlicher Sinkflug

Die sterblichen Überreste der Opfer aus anderen Ländern sollen in den kommenden Tagen mit weiteren Maschinen von Frankreich aus überführt werden.

Flug 4U9525 war am 24. März mit 150 Menschen an Bord auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den Alpen zerschellt. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Copilot den tödlichen Sinkflug mit Absicht eingeleitet, als der Pilot nicht im Cockpit war.

In Düsseldorf sollen die sterblichen Überreste der Opfer am heutigen Mittwoch in einer Zeremonie an die Angehörigen übergeben werden. Die Särge mit den Schülern sollen dann in einem Konvoi mit Polizeieskorte nach Haltern gefahren werden und die Schule passieren. Es werden viele Menschen am Straßenrand erwartet.

Auf dem Friedhof entsteht derzeit eine Gedenkstätte für die Absturzopfer des Joseph-König-Gymnasiums. In der Schule hängen zum Gedenken bereits Bilder der Schüler und Lehrerinnen. Vor dem Gebäude sind 18 Bäume zur Erinnerung gepflanzt.

Staatsanwalt will informieren

Am morgigen Donnerstag sollen Angehörige der Opfer in Paris den leitenden französischen Ermittler Brice Robin treffen. Der Staatsanwalt von Marseille will sie über den Stand der Ermittlungen informieren. Wie sein Büro am Dienstag mitteilte, ist für den Abend eine Pressekonferenz geplant, an der auch Vertreter der Gendarmerie teilnehmen.

Die meisten Opfer kamen aus Deutschland und Spanien, aber auch aus den USA, Argentinien und der Elfenbeinküste.