Nur mit elf Spielerinnen angereist, bestimmte das Team in den ersten 20 Minuten überraschend das Spielgeschehen und ließ gleich zu Beginn einige Möglichkeiten ungenutzt. Allein Jana Eisner tauchte zweimal freistehend vor der Torhüterin auf, verzog aber unkonzentriert. Oranienburg kam erstmals in der 16. Minute vor das Gästetor, und J. Siek vollendete zentral freistehend zum 1:0. Danach verließen die Gäste-Frauen unerklärlich die vom Trainer ausgegebene Linie und spielten zu offensiv, erarbeiteten sich zwar Torchancen, vergaben diese jedoch kläglich. Einen Konter nutzte J. Spannberg zum 2:0 (25.). Und es sollte noch schlimmer kommen. Obwohl Kröbeln weiter das Spiel bestimmte, erzielte der Gastgeber zum ungünstigsten Zeitpunkt in der 44. Minute durch R. Kopka das 3:0, das selbst für Oranienburger Fans nicht dem Spielverlauf entsprach. Nach der Halbzeit versuchte Kröbeln alles, um das Spiel zu drehen und übernahm die Initiative. Doch immer wieder scheiterten die Frauen an der Abspielgenauigkeit. In der 62. Minute brachte ein Freistoß von halblinks durch Sylvia Johnke den Anschluss zum 3:1. Einen weiteren Freistoß konnte die Torhüterin nur mit großer Mühe abwehren. Kurze Zeit später köpfte Nancy Mehlig einen Eckball von Sylvia Johnke freistehend am langen Pfosten vorbei. Jetzt setzte Kröbeln alles auf eine Karte, und der FC kam in der 88. Minute durch einen Konter zum 4:1. Aus Trainersicht geht der Sieg zwar um zwei Tore zu hoch, aber aufgrund der besseren Chancenverwertung in Ordnung. Kröbeln blickt aufgrund der erfolgten Personalgespräche zuversichtlich auf die nächste Saison und möchte nun in den vier ausstehenden Heimspielen die makellose Heimbilanz wahren. red/Kaube