Unseriöse Unternehmen nutzen solche Situationen aus und stellen überhöhte Rechnungen, warnt die Verbraucherzentrale Thüringen.
Grundsätzlich sollte ein Schlüsseldienst gewählt werden, der seinen Firmensitz in der Nähe der Wohnung hat, raten die Experten. Wer sich von der Telefonauskunft eine Firma vermitteln lasse, sollte auf einem örtlichen Anbieter bestehen und sich den konkreten Firmennamen nennen lassen.
Vorsicht sei bei Anbietern geboten, die lediglich eine Mehrwertdienstnummer wie 0900 oder 0180 angeben. Auch Schlüsseldienste, die ihren Namen wählen, mit dem sie im Telefonbuch möglichst an erster Stelle stehen - die Verbraucherschützer nennen sie AAA-Schlüsseldienste -, erwiesen sich oft als teuer. Wichtig sei, schon beim ersten Telefongespräch die Kosten zu klären. Das gelte auch für die Anfahrt.
Erscheint die Rechnung zu hoch, sollte der Kunde sie zunächst nicht begleichen, sondern dem Handwerker mitteilen, dass er nach Prüfung die Rechnung zahlt. Sollte der Mitarbeiter des Schlüsseldienstes auf Barzahlung bestehen und die Wohnung auf Aufforderung nicht verlassen, könne der Kunde die Polizei rufen. Der Handwerker dürfe den Kunden auch nicht nötigen, gemeinsam mit ihm einen Geldautomaten aufzusuchen. (ddp.djn/eb)