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| 08:04 Uhr

Schlafverhalten
Tierische Träumer

FOTO: dogboxstudio/Shutterstock.com
Fische können die Augen nicht schließen, Pferde schlafen auch im Stehen. Und viele unserer Haustiere haben intensive Träume. Wie schlummern eigentlich andere Lebewesen?

Hunde Das sprichwörtliche „hundemüde sein“ kommt nicht von ungefähr. Denn das Schlafbedürfnis eines Hundes übersteigt das des Menschen bei Weitem. Allerdings schläft der beste Freund des Menschen tagsüber nicht sehr tief. Der Zustand kommt eher einem Dösen gleich, weshalb Hunde innerhalb kürzester Zeit hellwach sind, sobald etwas Spannendes in der Umgebung passiert. Trotzdem sollten Halter für ausreichend Ruhe und Erholung sorgen, denn die Vierbeiner überschätzen sich leicht und fordern (ähnlich wie Kinder es tun) von sich aus meist nicht genügend Ruhezeit ein.

FOTO: Getty Images/Dorling Kindersley / Getty_Images_International_Ltd

Vögel Die Regeneration findet bei Vögeln in mehreren intensiven und soweit bekannt traumlosen Ruhephasen statt. Wo und wie sie diese verbringen ist je nach Art und Lebensweise sehr verschieden. Singvögel schlafen aufgeplustert auf einem Ast, Spechte zimmern sich Schlafhöhlen, Zugvögel ruhen sich im Segelflug aus, und Flamingos schlafen im Stehen auf einem Bein. Auch andere Vögel ziehen zum Schlafen ein Bein hoch, ebenso stecken sie ihren Kopf ins Gefieder. So zum Beispiel auch der Wellensittich. Hintergrund ist vermutlich, die Körperoberfläche zu verkleinern, sprich eine rundliche Körperform einzunehmen, um während des Schlafs möglichst wenig Wärme zu verlieren.

FOTO: Darren Baker/Shutterstock.com

Pferde Sie legen sich zum Schlafen nur hin, wenn sie sich absolut sicher fühlen. Am besten ist es für die Herdentiere, Artgenossen in ihrer Nähe zu wissen. In einer Gruppe legen sich nie alle Tiere gleichzeitig hin; stets halten einige Wache, um die anderen vor möglichen Gefahren warnen zu können. Pferde schlafen nicht im Tag-Nacht-Rhythmus, sondern in mehreren kürzeren Schlafphasen innerhalb von 24 Stunden.

Meerschweinchen Die geselligen Nagetiere  sind zwar prinzipiell tagaktiv, aber sie haben keinen scharfen Tag-Nacht-Rhythmus. Ruhe- und Wachphasen wechseln einander laufend ab. Die Haupt-Aktivitätszeiten von Meerschweinchen liegen in der Morgen- und Abenddämmerung, den Rest von Tag und Nacht verbringen sie weitgehend schlummernd.  Allerdings sind sie auch nachts immer wieder aktiv, fressen, putzen sich und pflegen Sozialkontakte zu Artgenossen. Schlaf- oder Kinderzimmer sind daher kein guter Standort für den Käfig; letzteres auch deshalb nicht, weil Meerschweinchen auch tagsüber zwischendurch gern mal ihre Ruhe haben.

Katzen Ob Löwe oder Hausmieze: Katzen verschlafen gut zwei Drittel ihres Lebens. Von Natur aus sind Wildkatzen in aller Regel nachtaktiv. Hauskatzen passen sich den Gewohnheiten des Menschen an; ihre Aktivitätsbereitschaft ist in den Morgenstunden am höchsten. Dann gehen sie gerne auf Streifzüge, erforschen ihre Umgebung und sind zum Spielen bereit. Wie sich die Ruhezeiten dann über den Tag verteilen, ist individuell sehr verschieden und hängt von Alter, Temperament, Jahreszeit, Wetter und Sättigungszustand ab (ein hungriger Bauch schläft nicht gern).