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| 15:45 Uhr

Contra
Ein Hund im Bett? Igitt!

Klar mag es verlockend sein, gemeinsam mit Hund und Katze abends ins Bett zu steigen, deren Fellwärme zu spüren, gemeinsam einzuschlafen und morgens als erstes in die Kulleraugen von Flocki oder Minka zu blicken. Von Torsten Richter-Zippack

Und trotzdem ein klares Nein: Tiere haben in der menschlichen Ruhestätte nichts, aber auch gar nichts zu suchen.

Mal abgesehen davon, dass kleine Exemplare, beispielsweise Mäuse, Hamster und Meerschweinchen, beim Umdrehen von Herrchen oder Frauchen aufgrund der höchst verschiedenen Körpergewichte einfach zerdrückt werden könnten, ein Goldhamster wiegt rund 150 Gramm, ein Mensch rund das Fünfhundertfache: Vierbeiner im Bett sind einfach unhygienisch. Gerade Hunde und Katzen sind Draußentiere. Sie gehören eigentlich schon nicht in die Wohnung und schon gar nicht ins Bett. Da können die Halter ihre Lieblinge noch so putzen, niemand vermag es, wirklich alle Flöhe, Zecken und weiteres winziges Getier aus dem Fell zu entfernen. Diese Wesen, ein Floh misst gerade einmal wenige Millimeter, kann aber bis zu einem halben Meter weit springen, fühlen sich auch auf Menschenhaut ziemlich wohl. Allerdings können nicht nur diese Parasiten diverse Krankheiten vom Vier- auf den Zweibeiner übertragen, sondern ebenso bakterielle Leiden.

Hinzu gesellen sich Fellhaare in großer Anzahl. Ein Graus nicht nur für jede Hausfrau, sondern ebenso für alle Allergiker. Ein Hund im Bett? Igitt!

Eine böse Überraschung dürfte indes schon mancher Hundebesitzer mit seinem Liebling im Bett erlebt haben. Nämlich dass dieser die eigentlich menschliche Ruhestätte mal eben zu seinem eigenen Revier erklärt und niemanden außer sich selbst in die Federn lässt. Man freut sich des Abends auf das warme Bett und wird mit einem unfreundlichen Knurren, Bellen oder gar Beißen konfrontiert. Stress ist also programmiert. Und wehe, wenn der Hund dann neben dem Bett schlafen soll. Das darauf folgende Winseln will sich selbst ein hart gesottener Hundefan nicht antun.

Und übrigens: Hunde und Katzen können sehr wohl schnarchen. Bisweilen auch ziemlich laut. Nicht zuletzt riechen gerade ältere Tiere nicht selten aus diversen Körperöffnungen. Muss das Herrchen oder Frauchen wirklich haben? Am besten ist es also, wenn jeder sein separates Nachtlager hat. Und das Bett allein Menschensache ist.