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| 20:15 Uhr

LR vor Ort
Wie steht’s um die Radwege?

 Ende des vergangenen Jahres hat Ralf Lamm (50) im Raum Hohenleipisch die letzten Schilder für die neue Netzknotenpunktwegweisung des Elbe-Elster-Kreises installiert.
Ende des vergangenen Jahres hat Ralf Lamm (50) im Raum Hohenleipisch die letzten Schilder für die neue Netzknotenpunktwegweisung des Elbe-Elster-Kreises installiert. FOTO: Veit Rösler
Bad Liebenwerda. LR macht den Check – lädt Verantwortliche und Radelfreunde für den 21. Februar ein. Von Frank Claus

Auf fast 30 regionalen und überregionalen Fahrradrouten können Pedalritter in ganz Elbe-Elster unterwegs sein und dabei erlebnisreiche und geschichtsträchtige Ausflugsziele ansteuern. Im Landkreis gibt es etwa 470 Kilometer ausgebaute Radwege.

Doch wie ist ihr Zustand, wie die Beschilderung? Sind die Wege gut vernetzt? Gibt es genügend touristisches Material, das sowohl mittels Karten als auch via Internet genutzt werden kann? Wie dicht  ist das Servicenetz, kommen Gäste auch unkompliziert zu Leihfahrrädern?

Und: Wie viele Radtouristen frequentieren Elbe-Elster auf diese Weise jährlich durchschnittlich? Susanne Dobs, die Chefin des Tourismusverbandes Elbe-Elster, kann da auch nur auf die Erfahrungen aus den einzelnen Tourismusbüros, von Beherbergern und von Gastronomen zurückgreifen. „Ein ganz exaktes Bild haben wir natürlich nicht, denn kein Radfahrer muss sich vorher anmelden, um unsere Ecke zu erkunden.“

Dabei weiß sie: Gerade hinsichtlich der Beschilderung ist unheimlich viel passiert. Aber es gibt sie eben auch, die inzwischen verschlissenen Radwege mit Wurzelaufbrüchen, Löchern im Asphalt und ungefegten Pisten. Die Verantwortlichkeiten für den Unterhalt liegen meist sowohl bei Kommunen als auch beim Landkreis. Klaus Oelschläger vom Amt für Strukturentwicklung ist der „Herr der Radwege“ in Elbe-Elster, kennt sich genau aus. Und bestätigt, dass Investitionen geplant sind. Auch darüber wird er bei „LR vor Ort“ im Natoureum in Maasdorf berichten. Dabei scheint sicher: Das Elbe-Elster-Land ist bei Radlern sehr beliebt. Vor allem wegen des gut ausgebauten Netzes und wegen der überwiegend flachen Strecken. Bei Messen und in Touristinformationen würden Radwegkarten weg gehen wie die berühmten „warmen Semmeln“.

Kein Wunder, denn Elbe-Elster hat einiges zu bieten. In Prospekten und auf einschlägigen, gut im Land Brandenburg vernetzten Internetseiten klingt das dann so: „Die überwiegend flache und nahezu endlos wirkende Landschaft macht Elbe-Elster zu einer beliebten Region für Radfahrer. Weitläufige, zusammenhängende Waldgebiete im Nordwesten und offene Landschaften aus Feldern und Wiesen im Süden prägen das landschaftliche Bild. Über große Teile der Region erstreckt sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft mit seinen Besonderheiten der Natur. Erleben Sie die purpurfarben-blühende Heide im Spätsommer, geheimnisvolle Moore mit seltenen Pflanzenarten wie Sonnentau und Wollgras, die größte Streuobstregion Brandenburgs oder die faszinierenden Bergbaufolgelandschaften. Neben historischen Stadtkernen, alten Mühlen, Kirchen und Schlössern werden auch faszinierende Industriekulturdenkmäler und beeindruckende Museen Ihre Wege durch Elbe-Elster kreuzen. Thematische Radtouren verbinden die verschiedenen kulturellen Schätze, die Sie auf Fernradwegen wie den Fürst-Pückler-Weg, die Kohle-, Wind- & Wasser-Tour, die Elsterradtour und den Schwarze-Elster-Radweg oder auf verschiedenen regionalen Tagestouren erleben können.

Radfahrerfreundliche Unterkünfte, die nach den Richtlinien des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bewertet wurden, laden zu einer erholsamen Nacht ein und bieten sichere Abstellmöglichkeiten für Ihre Räder.“

 Allein die 250 Kilometer lange „Kohle-, Wind- & Wasser-Radtour“ ist ein Erlebnis. Vorbei an beeindruckenden Industriedenkmälern wie der Förderbrücke F60 und der Brikettfabrik Louise, zahlreichen Mühlen, Kirchen, Städten und der unberührten Natur erleben Radlerfreunde eine perfekte Symbiose aus Natur und Kultur.

Einen kräftigen Aufschwung erhoffen sich die Touristiker von den im vergangenen Jahr angeschafften E-Bikes. Für das Projekt „E-Bike in Elbe-Elster“ hat sich der Tourismusverband Elbe-Elster ordentlich ins Zeug gelegt und 50 Räder für Erwachsene sowie zehn für Jugendliche angeschafft. Zur Basisausstattung gehören zwölf Kindersitze und sieben Fahrradanhänger speziell für E-Bikes. Susanne Dobs: „Längere Fahrstrecken im weitläufigen Elbe-Elster-Land mit Kindern sind nun kein Problem mehr.“ Die Sparkasse Elbe-Elster hat die Anschaffung mit insgesamt 200 000 Euro unterstützt. Und in der Region ist gleichzeitig ein gut ausgebautes Servicenetz aufgebaut worden.

Also: Touristiker, Radfahrer, Verantwortliche für die Radwege und ihre Unterhaltung: Kommen Sie am 21. Februar um 19 Uhr zu „LR vor Ort“ ins Natoureum Maasdorf. Hören Sie hautnah, wie es um das Radwegenetz bestellt ist, bringen Sie Ihre Hinweise an und erfahren als Erste, wo investiert werden soll.