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LR vor Ort in Klettwitz
Neue Vision für den Lausitzring konkret

Klettwitz. Die Visionen für den Lausitzring werden konkreter, die Verunsicherung indes bleibt. Die Prüfgesellschaft Dekra will auf dem Ring Europas größtes Testzentrum für automatisiertes Fahren bauen. Von Andrea Budich

Der 30-Millionen-Euro-Umbau startet im nächsten Jahr. Darüber jubeln Wirtschaft und Landespolitik. Motorsportfans, Pensions- und Campingplatzbetreiber, Händler und Gastronomen der Region indes liegt der Verkauf schwer im Magen.

Sie bangen um ihre Existenz. Motorsport, das zeichnet sich inzwischen ab, wird auch nach dem großen Umbau des Lausitzringes zu Europas größtem Testzentrum für automatisiertes Fahren möglich sein, aber eine untergeordnete Rolle spielen. Der Fokus der neuen Eigentümerin liegt nicht auf Großveranstaltungen.

Der Leiter des Dekra Technology Center in Klettwitz, Volker Noeske, bestätigt Gespräche zwischen dem ADAC, der Dekra und dem DTM-Vermarkter ITR für ein Motorsportfestival 2018 am Lausitzring.

Die Partner gehen derzeit davon aus, dass das Deutsche Tourenwagen Masters und das GT Masters erneut am Ring stattfinden.

Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) ist sehr optimistisch. "Etwas Besseres konnte uns in dieser Situation nicht passieren", sagt er zur künftigen Nutzung des Lausitzringes. Er befürchtet keine negativen Veränderungen nach dem Verkauf. Ganz im Gegenteil zeigt er sich davon überzeugt, dass die Dekra mit den Erweiterungsplänen "ein Perspektivfenster für die kommenden Jahrzehnte aufstößt".

Ziel der Prüfgesellschaft Dekra ist, künftig Testszenarien für automatisiertes Fahren auf dem Lausitzring durchzuführen – und zwar anhand von Situationen, wie sie im täglichen Straßenverkehr vorkommen.