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| 11:33 Uhr

LR vor Ort
Neue Ideen für die Vetschauer Wohnquartiere

Die Luftaufnahme zeigt das Wohngebiet an der ehemaligen Poliklinik in der Juri-Gagarin-Straße in Vetschau. Die Brachfläche ist auf der Aufnahme gut zu erkennen, ebenso das ASB-Pflegeheim.
Die Luftaufnahme zeigt das Wohngebiet an der ehemaligen Poliklinik in der Juri-Gagarin-Straße in Vetschau. Die Brachfläche ist auf der Aufnahme gut zu erkennen, ebenso das ASB-Pflegeheim. FOTO: Holger Neumann
Lübbenau. LR vor Ort schiebt Diskussion über geplante Aufwertung mit Bürgerbeteiligung an.

In den Wohnquartieren in Vetschau bewegt sich seit Jahren nur wenig, der Leerstand in den Wohnblöcken der Wohnbaugesellschaft Vetschau (WGV) liegt bei erschreckend hohen 16 Prozent. Darauf hat vergangenes Jahr im Bürgermeister-Wahlkampf der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Jeschke zu Recht hingewiesen und Abbhilfe in Aussicht gestellt im Falle seiner Wahl.

Obwohl diese Wahlprogrammaussage dem Vetschauer zweifellos viele Simmen gerade aus den Neubauwohngebieten eingebracht hat, konnte sich Amtsinhaber Bengt Kanzler (parteilos) in der Stichwahl knapp durchsetzen. Es war, sagte Kanzler kürzlich in seiner Antrittsrede, „legitim“ das Thema im Wahlkampf „kontrovers anzusprechen“. Seien doch die Defizite augenscheinlich im Wohnungsangebot und in der Wohnumfeldgestaltung.

Wobei aus Sicht des Bürgermeisters Abhilfe weitestgehend insbesondere aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden musste. Das Wohnungsunternehmen habe kaum Handlungsspielräume gehabt, da eine hohe Schuldenlast drückte. Nun jedoch so Bengt Kanzler, gegenüber der RUNDSCHAU, sei die Hoffnung groß, dass investiert werden kann. Diese Hoffnungen gründen auf dem Förderprogramm Stadtumbau. Seit zehn Jahren schon investiert Vetschau von dem Programm. Erneut, so der Bürgermeister, bewerbe man sich beim Land um Berücksichtigung. Mehrere Millionen Euro Fördermittel könne sich Vetschau ausrechnen, die Förderquote liege bei über 50 Prozent.

Teil der Bewerbung sei eine Stadtumbaustrategie mit einem entsprechenden Umsetzungsplan für Projekte. Hier seien die Vetschauer eingeladen mitzureden, insbesondere die Mieter in den beiden Wohnquartieren, in Vetschau landläufig WK 1 und WK 2 genannt.

Es werde dazu, so Kanzler, entsprechende Veranstaltungen geben. Die RUNDSCHAU-Reihe LR vor Ort komme der Stadtverwaltung daher ganz gelegen, das Thema frühzeitig schon einmal ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Der Bürgermeister hoffe auf gute Ideen und konstruktive Vorschläge von den Besuchern der Veranstaltung. Vorstellbar sei vieles, was die Umfeldgestaltung angeht. Aber auch bauliche Veränderungen seien durchführbar. Infolge der Umgestaltungen und Aufwertungen, die es geben wird, erhofft sich Kanzler zudem ein anderes Verhältnis der Bewohner der Wohnquartiere zu ihrem Wohnquartier. Mehr Identifikation, mehr Verantwortungsgefühl wären wünschenswert, weil dann auch pfleglicher umgegangen werde mit dem neu Geschaffenen. Zum Beispiel könnten Frühjahrsputz- oder andere Aufräumaktionen ins Leben gerufen werden.

Fest stehe bereits jetzt, dass unter anderem die Kita „Rappelkiste“ mit der jetzt noch in dem Gebäude untergebrachten Bibliothek eine Rolle in der Stadtumbaustrategie spielen werden sowie der geplante Neubau im Schulzentrum. Hierhin soll die Bibliothek umziehen, die Kita könnte im Anschluss voll saniert werden. außerdem sollen möglicherweise weitere Kooperationen der Wohnungsunternehmen mit dem ASB Berücksichtigung finden.