ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:03 Uhr

Spargel und Erdbeeren
Vitaminbomben aus dem eigenen Garten

Christian Golnik vom Gartenbaubetrieb Golnik in Muckrow mit seiner kleinen Tochter Tilda (l., 3 Jahre) und ihren Freunden Pauline (4) und Valentin (3). Wenn die Erdbeersetzlinge noch bis Mai ins Gartenbeet oder in den Balkonkasten gepflanzt werden, können die kleinen Hobbygärtner schon in diesem Jahr süße, rote Früchtchen naschen.
Christian Golnik vom Gartenbaubetrieb Golnik in Muckrow mit seiner kleinen Tochter Tilda (l., 3 Jahre) und ihren Freunden Pauline (4) und Valentin (3). Wenn die Erdbeersetzlinge noch bis Mai ins Gartenbeet oder in den Balkonkasten gepflanzt werden, können die kleinen Hobbygärtner schon in diesem Jahr süße, rote Früchtchen naschen. FOTO: Daniela Kuehn
Sie heißen „Senga Sengana“, „Mieze Schindler“ oder „Korona“ und gehören zu den süßen Freuden, die jede Gartensaison mit sich bringt. In wenigen Wochen beginnt das große Naschen. Dann zeigen sich die roten Früchtchen an den Erdbeerpflanzen.

Ob pur, im Kuchen oder in der Bowle – die Vitaminbomben sind immer ein Genuss. Botanisch gesehen gehören die Erdbeeren (Fragaria) zu den Rosengewächsen. Weltweit gibt es mehr als 1000 Sorten. Zu den beliebtesten in Deutschland zählen neben den eingangs genannten auch „Honeoye“, „Elsanter“, „Mara des Bois“ und viele mehr.

Wer seine frischen Erdbeeren lieber im eigenen Garten oder aus dem Blumenkasten auf dem Balkon ernten will, kann in Lausitzer Gärtnereien und Gartenbaubetrieben aus zahlreichen Sorten wählen. „Im Frühjahr und im Herbst sollten die vorgezogenen Pflanzen in die Erde gebracht werden“, sagt Christian Golnik (36) vom Gartenbaubetrieb Golnik in Muckrow. „Wer bis Mai pflanzt, kann noch in diesem Jahr ernten.“

Viel Sonne, mäßig Wasser

Welche Sorte es sein soll, hängt von den Vorlieben der Erdbeerfreunde ab. „Die ‘Senga Sengana‘ ist sehr beliebt und gehört auch zu meinen Favoriten. Sie trägt zwar nur ein Mal im Jahr, aber dafür ist sie besonders lecker.“ Die Gourmet-Sorte „Mara des Bois“ kann von Mitte Juni bis weit in den Oktober geerntet werden, so der Gartenbautechniker. „Ihre kleinen bis mittelgroßen Früchte bestechen durch ein intensives Walderdbeer-Aroma.“ Unterscheiden sich die Erdbeeren auch in Ertrag, Größe und Geschmack, so wollen sie doch alle gleich behandelt werden. „Das Beet sollte vor dem Einpflanzen der Setzlinge umgegraben werden, damit die Erde gut durchlüftet ist.“ Sie mögen es sonnig und wollen regelmäßig, aber nicht übermäßig Wasser. „Sie sollen nicht vertrocknen, dürfen aber auch nicht ständig nass sein. In Beeten und größeren Töpfen ist in der Regel ausreichend Feuchtigkeit vorhanden, so dass bei normaler Witterung nur alle paar Tage gegossen werden muss.“

Beim Pflanzen muss das Herz der Erdbeere über der Erdoberfläche bleiben. Der Abstand zwischen den Setzlingen sollte etwa 25 Zentimeter betragen, zwischen den Reihen sollten 40 Zentimeter liegen. Christian Golnik rät: „Stroh zwischen den Erdbeeren spendet den Wurzeln länger Feuchtigkeit. Außerdem bleiben die Früchte sauber und können direkt genascht werden.“ Die Pflanzen sind mehrjährig und winterhart. „In den Gärtnereien und Fachbetrieben finden Hobbygärtner auf jeden Fall Ansprechpartner, die praktische Tipps für die Pflege geben und bei der Auswahl der geeigneten Sorten behilflich sind. Da darf gern gemixt werden, die Erdbeersorten vertragen sich untereinander.“

Selbst gesät und selbst geerntet

Wer es ganz allein vom Samen bis zur Frucht versuchen möchte, kann im Handel Pflanzensamen oder Anzuchtsets erwerben. Die winzigen Körnchen werden gleichmäßig in einer Schale mit nährstoffarmer Anzuchterde verteilt. Schon in diesem Stadium steht die Erdbeere gern im Licht, weshalb die Samen nur auf die Erde gedrückt und angefeuchtet werden. Der ideale Platz ist hell und warm, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wenn die Pflänzchen nach bis zu sechs Wochen fünf Blätter gebildet haben, dürfen sie pikiert und in Einzeltöpfe gesetzt werden. Ab Mai geht es ins Gartenbeet oder in einen größeren Topf. Knapp vier Monate nach der Aussaat blühen die Pflanzen, und dann dürfte es nur noch einen weiteren Monat bis zu den ersehnten Früchtchen dauern. Allerspätestens im Folgejahr werden Mühe und Geduld mit leckeren Erdbeeren aus eigener Anzucht belohnt.

Beliebt und köstlich: die Sorte „Ostara“ zählt zu den immertragenden Monatserdbeeren.
Beliebt und köstlich: die Sorte „Ostara“ zählt zu den immertragenden Monatserdbeeren. FOTO: Daniela Kuehn