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| 13:42 Uhr

Lausitzer Geshichte
Weitere jüdische Büchersammlung in Bautzen entdeckt

Provenienzforscher Robert Langer hat die Büchersammlung im Altbestand der Bibliothek Bautzen entdeckt.
Provenienzforscher Robert Langer hat die Büchersammlung im Altbestand der Bibliothek Bautzen entdeckt. FOTO: Bodo Baumert / LR
Bautzen. Erneut ist es in Bautzen gelungen, verschwundene Bücher jüdischer Besitzer wiederzufinden, die während der NS-Diktatur in Deutschland enteignet und ermordet wurden. Diesmal handelt es sich um die Sammlung des Bankkaufmannes Carl Schlesinger. Von Bodo Baumert

21 Bücher sind es, die der Provenienzforscher Robert Langer in der Bautzener Stadtbibliothek entdeckt hat. Seit vier Jahren arbeitet er in einem Projekt an der Bibliothek, hat dort 2016 bereits die geraubten Bücher der jüdischen Familie Tietz, Gründer des Hertie-Konzerns, entdeckt.

1938 hatte die Gestapo den Besitz der Familie Schlesinger eingezogen. Die 500 Werke umfassende Büchersammlung gelangte in staatlichen Besitz, galt aber nach dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Anhand der Signaturen in den Büchern konnten sie nun im Magazinbestand der Bibliothek entdeckt und identifiziert werden.

Die Geschichte der Besitzer und ihr Schicksal erzählen wir unter diesem Link: „Nur ihre Bücher sind geblieben