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| 19:10 Uhr

Lausitzer Geschichte
Neue Spurensuche in Herzberg

Historischer Schatz: Das Tagebuch des Ingenieurs Fridolin Schmidt, der maßgebend am Auf- und Abbau des Senders mitgewirkt hat.
Historischer Schatz: Das Tagebuch des Ingenieurs Fridolin Schmidt, der maßgebend am Auf- und Abbau des Senders mitgewirkt hat. FOTO: Sven Gückel
Herzberg. Der Deutschlandsender III aus der Nazizeit gibt Forschern bis heute Rätsel auf. Von Bodo Baumert

Einst stand in Herzberg (Elbe-Elster) das höchste Bauwerk Europas. Der Deutschlandsender III ragte 337 Meter in die Höhe und versorgte das Deutsche Reich mit Radiosignalen. Nach der Demontage und Sprengung 1950 blieb wenig davon übrig. Dieses Kapitel der Lausitzer Geschichte ge­riet weitgehend in Vergessenheit – bis nach der Wende Heimatforscher darangingen, das Rätsel zu lösen.

Nun gibt es neue Nahrung für die Lokalhistoriker. Vor wenigen Tagen bekam Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos) Post von Barbara Stübiger aus Calw. Diese enthielt das Tagebuch des Ingenieurs Fridolin Schmidt, der maßgebend am Auf- und Abbau des Senders mitgewirkt hat. In seinem Tagebuch beschreibt er technische Details der Anlage, hinterlegt sind in den Aufzeichnungen aber auch zahlreiche Namen anderer Mitarbeiter, von denen vielleicht noch Verwandte in der Stadt leben. Ein Schatz, den es in den kommenden Monaten zu heben gilt.