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| 10:32 Uhr

Luckau
Als Napoleon mit der Wärmflasche kuschelte

Napoleons Wärmflasche
Napoleons Wärmflasche FOTO: Tilo Winkler
Luckau. Zu den skurrilsten Stücken, die in der Lausitz heute noch an Napoleon erinnern, gehört die Wärmflasche, die der Kasier 1813 in Luckau benutzt haben soll. Marina Gadomski, Leiterin des Niederlausitz-Museum erklärt, was es damit auf sich hat. Von Bodo Baumert

Napoleons Wärmflasche, wie muss man sich die vorstellen?

Die Wärmflasche ist 33,5 zentimeter lang und besteht aus Kupfer und Messing. Auf ihr sind folgende Worte eingraviert: „Dem Kaiser Napoleon I. / ward hiermit das Bett gewaermt, als er / in meinem Hause Nr. 7 u. 8 in Luckau / übernachtete 20/21 Juli 1813. / Peter Vogt.“

Museumsleiterin Marina Gadomski
Museumsleiterin Marina Gadomski FOTO: Carmen Berg

Die spannende Frage ist: Hat sich Napoleon nun daran gewärmt oder nicht?

Genau kann man das leider nicht sagen. Allerdings wäre meiner Meinung nach seltsam, sich gerade zu solch einem Gegenstand so eine Geschichte auszudenken.

Erhalten ist in Luckau auch noch das Napoleonhäuschen. Hier soll der Kaiser bei seiner Truppeninspektion 1813 Quartier bezogen haben. Liegen dazu gesicherte Erkenntnisse vor?

Napoleon war natürlich in Begleitung seiner Marschälle und seiner Bediensteten in Luckau. Die Marschälle Ney und Oudinet waren im Elternhaus des Kaufmanns Vogt einquartiert (heute Hauptstraße 21). Napoleon schlief in der oberen Etage des so bezeichneten „Gartenhauses“, in der unteren schlief Marschall Berthier. Dabei handelte es sich aber vermutlich nicht um das Haus an der Stadtmauer, sondern um ein anderes Häuschen im Hof des Elternhauses.

Mit Marina Gadomski sprach Bodo Baumert