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| 13:05 Uhr

Lausitzer Geschichte
... und weit darüber hinaus

Mit „Onkel Wanja“ ist das Cottbuser Theater in diesem Jahr für den Theater-Oscar nominiert.
Mit „Onkel Wanja“ ist das Cottbuser Theater in diesem Jahr für den Theater-Oscar nominiert. FOTO: Staatstheater Cottbus / Marlies Kross/ Theaterfotografin
In den 110 Jahren seiner Geschichte hat das Cottbuser Theater über die Stadt hinaus gewirkt.

Auszeichnungen, Gastspiele, TV-Auftritte – nicht nur in Cottbus hat das heutige Staatstheater Spuren hinterlassen. Auch über die Lausitz hinaus reicht seine Strahlkraft. Einige Beispiele:

Fernsehausstrahlungen: Im DDR-Fernsehen waren die Inszenierungen „Die Moral der Frau Dulska“ (1956), „Fräulein Maliczewska“ (1958) und „Der verlegene Magistrat“ (1983) zu sehen. Nach der Wende zeigte der ORB 1998 „Das Jahrhundert-Theater, eine Cottbuser Familiengeschichte“, 3sat sendete 2003 ein ausführliches Theaterporträt in der Reihe „Theaterlandschaften“ – mit Esther Schweins und der RBB 2008 einen Beitrag zum Theaterjubiläum „So ein Theater! 100 Jahre Theater“ mit Uwe Kockisch.

Wichtige Gastspiele: 1975 wird das Schauspiel „Elektra, Geliebte“, eine DDR-Erstaufführung, zu den Berliner Festtagen eingeladen. Mit der Oper „Ariadne auf Naxos“ gastiert das Theater 1981 in Kosice (Slowakei) und tritt 1977 an der „Drushba“-Trasse in Sibirien auf. 1993 ist „Hydre Intime. Familienleben/Verbannt nach Atlantis/Iphigenie in Freiheit“ bei den Mülheimer Theatertagen zu sehen.

Die Inszenierung wird im gleichen Jahr bei Auawirleben in Bern gezeigt, wie ein Jahr später auch „Alpenglühen“. Das Theater gastiert nun regelmäßig im In- und Ausland, darunter in der Schweiz, in Polen, Finnland, in der Tschechei, auf Zypern. 2010 wirken Cottbuser Solisten bei einer Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie in Japan mit. 2011 ist das Ballettensemble mit „Chopin Imaginaire“ in Italien unterwegs.

Musiker des Philharmonischen Orchesters spielen Konzerte in Frankreich; 2014 wird das Orchester beim Festival Musicalmallorca auf Mallorca gefeiert. Nicht zuletzt gastiert das Cottbuser Opernensemble im Rahmen des Theater- und Orchesterverbunds seit 2008 mit jährlich 18 Auftritten in Potsdam, Frankfurt (Oder) und Brandenburg.

Auszeichnungen: 1983 erhält das Cottbuser Theater den Vaterländischen Verdienstorden in Silber.  2011 vergibt der Deutsche Musikverleger-Verband seinen „Oscar“ –  für das „Beste Konzertprogramm“ der Saison – an das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Evan Christ. Immer wieder werden Künstler, Inszenierungen und Ausstattungen in den Fachzeitschriften und Kritikerumfragen als die Besten ihres Faches genannt. 2018 ist zum ersten Mal eine Produktion für den Theaterpreis Der Faust nominiert: Jo Fabians „Onkel Wanja“. Die Entscheidung fällt am 3. November.

Erinnern auch Sie sich noch an besondere Gastspiele des Cottbuser Theaters in der Fremde? Dann freut sich Birgit Mache vom Staatstheater über Hinweise an: b.mache@staatstheater-cottbus.de