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| 13:45 Uhr

Kommentar
Muss man noch drüber reden?

Peter Blochwitz
Peter Blochwitz FOTO: LR / Sebastian Schubert
Muss man denn über die Bedeutung des Cottbuser Filmfestivals noch referieren?

Nein. Dass es sich hierbei um das wichtigste Kulturereignis des Landes Brandenburg handelt, sollte sich längst herumgesprochen haben.

Und ja, man muss die Bedeutung dieses Festivals betonen.

Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Populismus sind Themen, mit denen sich das Festival in der heute beginnenden 28. Auflage so intensiv wie nie auseinandersetzt. Es ist nicht „nur lediglich“ Präsentations-Plattform des osteuropäischen Films, eine Brücke nach Westeuropa. Es macht sich stark für inhaftierte Filmemacher wie Oleg Sentsov oder Kirill Serebrennikow, dessen Film „Leto“ hier zu sehen ist. Es stemmt sich gegen die zunehmende Polarisierung des politischen Diskurses, hinterfragt einseitige Geschichtsbilder, erzeugt Neugier auf andere Sichtweisen. Es ist mehr denn je eine Dialog-Plattform, es ist politischer denn je.

Und ist somit wohl wichtiger denn je.
peter.blochwitz@lr-online.de