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| 22:19 Uhr

Größtes Kulturereignis Brandenburgs
Filmfestival Cottbus politisch wie nie

Andreas Stein (l.), Geschäftsführer Filmfestival Cottbus, Thomas Kralinski, Medienstaatssekretär Brandenburgs, und Bernd Buder (r.), Programmdirektor Filmfestival Cottbus, stellen auf einer Pressekonferenz das Programm des "Festival of East European Cinema" vor.
Andreas Stein (l.), Geschäftsführer Filmfestival Cottbus, Thomas Kralinski, Medienstaatssekretär Brandenburgs, und Bernd Buder (r.), Programmdirektor Filmfestival Cottbus, stellen auf einer Pressekonferenz das Programm des "Festival of East European Cinema" vor. FOTO: dpa / Bernd Settnik
Cottbus. Vom 6. bis 11. November geht die Rekordzahl von 220 Beiträgen an den Leinwand-Start. Von Peter Blochwitz

Das 28. Filmfestival Cottbus zeigt 220 Filme. So viele Beiträge wie noch nie. Im vergangenen Jahr, als der Rekord von 21 000 Besuchern aufgestellt wurde, waren es noch knapp 200 Beiträge gewesen.

Zugleich präsentiert sich das Festival vom 6. bis zum 11. November so politisch wie nie, stemmt sich gegen zunehmende Polarisierung des politischen Diskurses unter dem Einfluss des Populismus.

„Das Festival nimmt seine Verantwortung als Dialogplattform wahr“, erklärt Programmdirektor Bernd Buder. „Hier werden Vorurteile wegdiskutiert. Eine der ganz großen Stärken des osteuropäischen Films ist es, gesellschaftliche Gewissheiten infrage zu stellen und in neue Zusammenhänge zu bringen.“

Zwölf Wettbewerbsbeiträge laufen in der Hauptkategorie Spielfilm. Sie thematisieren unter anderem Korruption, instabile Rechtssysteme, Migration und den Feminismus.

Der 29-jährige russische Regisseur Ivan I. Tverdovskij, der bereits zweimal den Hauptpreis in Cottbus gewann, stellt seinen neuen Film „Jumpman“ im Wettbewerb vor. Er thematisiert darin die Beugung des russischen Rechtssystems durch Einzelinteressen.

Zu den Jury-Mitgliedern gehören die polnische Regisseurin Anna Jadowska, 2017 mit „Wilde Rosen“ Hauptpreisträgerin, und der in Cottbus geborene Schauspieler Uwe Kockisch.

Insgesamt werden Filme in vier Wettbewerben und elf weiteren Sektionen gezeigt. Sie konkurrieren um ein Preisgeld in der Gesamthöhe von etwa 80 000 Euro.