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| 10:31 Uhr

Gesamturteil:★★★★★
Berge des Wahnsinns – Durchgedreht auf Expeditionstour

 Gewinnspiel: Gewinnen Sie eins von 2 "Berge des Wahnsinns"-Exemplaren
Gewinnspiel: Gewinnen Sie eins von 2 "Berge des Wahnsinns"-Exemplaren FOTO: LR-Med / Marcus Scheib
Meine Mutti sagt immer „Verrückt sagt man nicht, sonst wird man´s“. Und das habe ich jetzt davon. Zusammen mit 4 Kollegen wandere ich auf einem verfluchten Berg und merke immer mehr wie ich meinen Verstand verliere.

Kurze Fakten zu „Berge des Wahnsinns“

Spieleranzahl 3–5 Spieler
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Spielzeit 60 Minuten
Spielverlag Iello im Vertrieb von Hutter-Trade
Spielautor Rob Daviau, Miguel Coimbra
Genre Kenner-Partyspiel

Darum geht’s in „Berge des Wahnsinns“

In Berge des Wahnsinns spielen bis zu 5 Spieler eine Forschergruppe, die im Jahr 1931 eine Expedition durch die Arktis unternimmt. Auf einem Berg finden die Forscher eine uralte Stadt und fangen an nach Relikten und Artefakten zu suchen, um ihren sensationellen Fund zu belegen. Doch je länger die Forscher auf dem Berg sind, desto verrückter werden sie.

Das Brettspiel „Berge des Wahnsinns“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von H.P. Lovecraft. Referenzen zu diesem Roman findet man im ganzen Spiel. Dennoch ist dieser Titel kein düsteres Spiel aus dem Lovecraft-Universum, sondern eher ein sehr witziges Erlebnis für spaßige Spieleabende.

So wird „Berge des Wahnsinns“ gespielt

„Berge des Wahnsinns“ ist ein kooperatives Spiel. Die Spieler versuchen miteinander die Mission zu erfüllen.

1. Am Anfang einer Runde wählen die Spieler ein Feld auf dem Spielplan, das sie als nächstes erforschen wollen. Das Modell einer kleinen Propellermaschine wird auf das gewünschte Feld gestellt.

 Auf der Karte befinden sich Aufgaben, die die Gruppe gemeinsam in 30 Sekunden meistern muss. Zum Erfüllen der Aufgabe werden die Handkarten der einzelnen Spieler verwendet.
Auf der Karte befinden sich Aufgaben, die die Gruppe gemeinsam in 30 Sekunden meistern muss. Zum Erfüllen der Aufgabe werden die Handkarten der einzelnen Spieler verwendet. FOTO: LR-Med / LRO mit Material von Iello

2. Der Spielleiter dieser Runde nimmt nun die Karte, die auf dem gewähltem Feld liegt, und dreht sie um. Auf der Karte befinden sich Aufgaben, die die Gruppe gemeinsam in 30 Sekunden meistern muss. Zum Erfüllen der Aufgabe werden die Handkarten der einzelnen Spieler verwendet. Eine Aufgabe könnte beispielsweise sein „Legt zwischen 11–13 Werkzeuge ab. Die Spieler müssen sich nun beraten wer, wie viele Werkzeuge auf der Hand hat und wer wie viele Werkzeuge ablegt. Dafür haben die Spieler 30 Sekunden Zeit.

 Den Wahnsinn gibt es bei diesem Spiel in drei Schwierigkeitsstufen. Jede Stufe hat einen eigenen Stapel. Jeder Stapel ist prall gefüllt mit den unterschiedlichsten Wahnsinnskarten. Spielgruppen, denen diese Vielfalt nicht genügt, können sich auch eigene Wahnsinnskarten ausdenken. Hierfür sind im Lieferumfang leere Wahnsinnskarten enthalten.
Den Wahnsinn gibt es bei diesem Spiel in drei Schwierigkeitsstufen. Jede Stufe hat einen eigenen Stapel. Jeder Stapel ist prall gefüllt mit den unterschiedlichsten Wahnsinnskarten. Spielgruppen, denen diese Vielfalt nicht genügt, können sich auch eigene Wahnsinnskarten ausdenken. Hierfür sind im Lieferumfang leere Wahnsinnskarten enthalten. FOTO: LR-Med / LRO mit Material von Iello

Klingt sehr einfach, wenn da nicht der Wahnsinn wäre. Denn jeder Spieler wird über kurz oder lang wahnsinnig. Das passiert durch die Wahnsinnskarten, die es in 3 Schwierigkeitsstufen gibt. Auf den Wahnsinnskarten stehen Anweisungen, die den Spieler die Kommunikation erschweren. So kann es schon einmal passieren, dass ein Mitspieler in Reimen oder mit Dialekt sprechen muss. Ein anderer Mitspieler darf beispielsweise erst anfangen zu sprechen, wenn ihm jeder eine High-Five gegeben hat. Welchen Wahnsinn man genau hat, darf man seinen Mitspielern jedoch nicht mitteilen.

 Die Aufgabe 13 – 15 Kisten abzulegen haben die Spieler erfüllt. Sie haben 14 Kisten abgelegt. Die Aufgabe 11 Waffen abzulegen haben sie jedoch nicht erfüllt. Es fehlen 2 Waffen.
Die Aufgabe 13 – 15 Kisten abzulegen haben die Spieler erfüllt. Sie haben 14 Kisten abgelegt. Die Aufgabe 11 Waffen abzulegen haben sie jedoch nicht erfüllt. Es fehlen 2 Waffen. FOTO: LR-Med / LRO mit Material von Iello

3. Können die Spieler die gestellte Aufgabe erfüllen, bekommen sie ein Artefakt. Sollte die Aufgabe jedoch nicht erfüllt worden sein, wird das Team bestraft. Der Spielleiter darf dabei wählen, ob er eine Bestrafung mit dem Strafwürfel ermitteln möchte oder ein Spieler einen neuen, schwereren Wahnsinn bekommt.

Das Spiel endet, wenn die Forschergruppe den Berg mit dem Flugzeug verlässt und mehr Artefakte in ihrem Besitz hat als Verletzungskarten.

Fazit zu „Berge des Wahnsinns“

„Berge des Wahnsinns“ hat alle Spieler in unserer Testgruppe begeistert! Das Hauptaugenmerk des Spieles liegt ganz klar auf den 30 Sekunden in denen die Spieler, durch Absprachen und Kommunikation, die Aufgaben lösen müssen. Die Wahnsinnskarten erschweren die Kommunikation auf sehr witzige Weise. Als Spieler passiert es oft, dass man den neuen Wahnsinn nicht als Strafe, sondern als spaßige Herausforderung sieht.

 Zum Spielaufbau von „Berge des Wahnsinns“ gehört das Spielbrett mit Berg und den Feldern für die verschiedenen Kartenstapel, Charakterbögen, ein Modellflugzeug und eine Sanduhr.
Zum Spielaufbau von „Berge des Wahnsinns“ gehört das Spielbrett mit Berg und den Feldern für die verschiedenen Kartenstapel, Charakterbögen, ein Modellflugzeug und eine Sanduhr. FOTO: LR-Med / LRO mit Material von Iello

Den Wahnsinn gibt es bei diesem Spiel in drei Schwierigkeitsstufen. Jede Stufe hat einen eigenen Stapel. Jeder Stapel ist prall gefüllt mit den unterschiedlichsten Wahnsinnskarten. Spielgruppen, denen diese Vielfalt nicht genügt, können sich auch eigene Wahnsinnskarten ausdenken. Hierfür sind im Lieferumfang leere Wahnsinnskarten enthalten.

Die Charakterbögen der Spieler sind beidseitig bedruckt. Auf der einen Seite gibt es jeweils einen weiblichen, auf der anderen Seite einen männlichen Charakter.

 Die Charakterbögen der Spieler sind beidseitig bedruckt. Auf der einen Seite gibt es jeweils einen weiblichen, auf der anderen Seite einen männlichen Charakter.
Die Charakterbögen der Spieler sind beidseitig bedruckt. Auf der einen Seite gibt es jeweils einen weiblichen, auf der anderen Seite einen männlichen Charakter. FOTO: LR-Med / LRO mit Material von Iello

Das Design von „Berge des Wahnsinns“ begeistert auf voller Linie. Obwohl das Spiel im Kern ein witziges Kommunikationsspiel ist, versetzt die Gestaltung die Spieler ideal in eine düstere Atmosphäre. Auch die vielen Textzitate aus der Romanvorlage helfen eine Atmosphäre zu schaffen, bei der man die Spannung in der Luft spürt.

Unsere Spielgruppe hat es geschafft den Berg des Wahnsinns zu verlassen ohne komplett durchzudrehen. Ob das als Sieg zu werten ist, ist jedoch nicht ganz klar. Das Spiel sieht mehrere Siegesstufen vor. Von „die Expeditionsgruppe ist komplett gescheitert“ bis zu „Alle Teilnehmer der Expedition erlangen Weltruhm“ bietet das Spiel alles an. Dadurch wird ein hoher Wiederspielreiz geschaffen. Man möchte noch besser werden. Aber man fühlt sich dadurch nur selten als klarer Sieger.

Obwohl die Hauptidee von „Berge des Wahnsinns“ schnell erklärt ist, gibt es noch einige, kleinere Spielmechanismen, die das Spiel vielschichtiger werden lassen. Jedoch wirkt das Spiel dadurch auch unnötig kompliziert. Unserer Meinung nach wären ein paar Mechanismen weniger möglich gewesen ohne den Spielspaß zu mindern.

Aber trotz dieser kleinen Kritikpunkte überzeugt „Berge des Wahnsinns“ auf voller Linie.

Das hat uns an „Berge des Wahnsinns“ gefallen

Kommunikationsspiel mit Rollenspielelementen
Sehr schönes Artwork
Wahnsinnskarten mit witzigen Herausforderungen. Leere Wahnsinnskarten lassen sich beschriften.
Das ganze Spiel ist voll mit Zitaten aus dem original Roman. Die Stimmung wird super vermittelt.

Das könnte noch besser sein:

Die Spielmechanik wirkt etwas überfrachtet.
Ein wirklicher Sieg ist kaum schaffbar.

Gesamtauswertung:

Wie komplex ist das Spiel
8/10 Komplex
Wie verständlich sind die Regeln
7/10 Ganz okay.
Wie gut ist das Spielmaterial
9/10 Sehr gut
Wie Familientauglich ist das Spiel
8/10, erst ab 12
Wie ist das Preis-Leistung verhältnis?
8/10, ≈36€
So gut fanden wir das Spiel
9/10, Sehr gut
Das Gewinnspiel ist abgelaufen. Die Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt