ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:50 Uhr

Gesamturteil: ★★★★✰
5 Minute Dungeon – In 5 Minuten die Welt retten

FOTO: LR-Med / Kosmos/LRO
Es gibt viele Dinge, die man in 5 Minuten machen kann. Man kann eine 5-Minuten-Terrine kochen. Oder eine Kanne schwarzen Tee aufsetzen. Man kann sich aber auch mit seinen Freunden zusammen setzen, einen Stapel von Bösewichten und Monstern erledigen und zu guter Letzt den Endgegner mit der heiligen Granate besiegen. Ja, in 5 Minuten schafft man echt einiges.

Darum geht’s in „5 Minute Dungeon“

In „5 Minute Dungeon“ sind die Spieler Teil einer 5-köpfigen Heldengruppe, die sich durch einen Kartenstapel voll mit Bösewichten kämpft. Dabei sitzt den Helden stets die Zeit im Nacken. Denn nur 5 Minuten hat die Spielgruppe Zeit, um alle Gegner zu erledigen und den Endboss zu schlagen. Nach nur einer Runde ist „5 Minuten Dungeon“ noch lange nicht vorbei. Insgesamt 5 Endgegner gilt es auf 3 verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu besiegen.

Kurze Fakten zu „5 Minute Dungeon“

Spieleranzahl 2–5 Spieler (6 mit Erweiterung)
Altersempfehlung ab 8 Jahren
Spielzeit 5 Minuten
Spielverlag Kosmos Spiele
Spielautor Connor Reid
Genre Partyspiel, Kartenspiel

So wird „5 Minuten Dungeon“ gespielt

 Am Anfang des Spiels wählt jeder Spieler eines von 5-Helden-Tableaus. Jedes Tableau besitzt zwei Helden und ein eigenes Kartendeck.
Am Anfang des Spiels wählt jeder Spieler eines von 5-Helden-Tableaus. Jedes Tableau besitzt zwei Helden und ein eigenes Kartendeck. FOTO: LR-Med / Marcus Scheib

Am Anfang des Spiels wählt jeder Spieler eines von 5-Helden-Tableaus. Jedes Tableau besitzt zwei Helden und ein eigenes Kartendeck. Die Wahl des Helden ist für das Spiel sehr wichtig. Jeder Held besitzt eine eigene Spezialfähigkeit und hat Karten mit Sonderaktionen in seinem Kartendeck.

Hat jeder Spieler einen Helden gewählt, wird der Kartenstapel für den Dungeon vorbereitet. Je nach Spieleranzahl und Schwierigkeitsgrad umfasst der Dungeonstapel eine Kombination aus Monstern, Personen, Hindernissen, Minibossen oder Ereignissen. Der fertige Kartenstapel wird auf das Tableau des entsprechenden Endgegners gelegt. Im ersten Spiel ist das der Baby-Boss.

 Je nach Spieleranzahl und Schwierigkeitsgrad umfasst der Dungeonstapel eine Kombination aus Monstern, Personen, Hindernissen, Minibossen oder Ereignissen.
Je nach Spieleranzahl und Schwierigkeitsgrad umfasst der Dungeonstapel eine Kombination aus Monstern, Personen, Hindernissen, Minibossen oder Ereignissen. FOTO: LR-Med / Marcus Scheib

Um das Spiel noch spaßiger zu machen, empfiehlt es sich die App des Spiels zu downloaden. Diese enthält nicht nur einen Countdown-Timer, um die 5 Minuten zu stoppen, sondern auch 4 verschiedene Sprecher, die euch mit ihren frechen Sprüchen motivieren. Wahlweise auch auf bayrisch.

Haben die Spieler alle Vorbereitungen getroffen, kann es nun ab in den Dungeon gehen. Jeder Held nimmt sich seine ersten Handkarten. Je nach Spieleranzahl können das die ersten 3 bis 5 Karten des eigenen Kartendecks sein. Nun wird der Countdown gestartet und das Spiel beginnt

 Die Dungeonkarten können mit den Ressourcen der Helden besiegt werden. Ressourcen sind Schriftrollen, Schwert, Schild, Sprung und Pfeil.
Die Dungeonkarten können mit den Ressourcen der Helden besiegt werden. Ressourcen sind Schriftrollen, Schwert, Schild, Sprung und Pfeil. FOTO: LR-Med / Marcus Scheib

Die erste Karte des Dungeon-Kartenstapels wird aufgedeckt. Wenn es sich nicht um eine Ereigniskarte handelt, kann die Karte mit Hilfe der Ressourcen auf den Händen der Helden besiegt werden. Jede Dungeonkarte die kein Ereignis ist, zeigt Resourcen an, die die Helden legen können um die Karte zu besiegen. Ressourcen sind beispielsweise Schriftrollen, Schwert, Schild, Sprung und Pfeil. Die Helden müssen sich nun absprechen, wer welche Karten legt, um den Gegner zu besiegen.

Ein Beispiel: Die Monsterkarte „Reizender Schleim“ benötigt eine Sprung- und eine Pfeilressource. Der Magier legt eine Sprungressource ab und der Waldläufer eine Pfeilressource. Das Monster ist somit besiegt.

 Die Monsterkarte „Ein aufrechter Geist“ benötigt eine Schriftrolle- und ein Schild. Die Walküre legt eine Schriftrolle ab und die Druidin ein Schild. Das Monster ist somit besiegt.
Die Monsterkarte „Ein aufrechter Geist“ benötigt eine Schriftrolle- und ein Schild. Die Walküre legt eine Schriftrolle ab und die Druidin ein Schild. Das Monster ist somit besiegt. FOTO: LR-Med / Marcus Scheib

Haben die Helden nicht die benötigten Ressourcen um einen Gegner zu besiegen, können die verschiedenen Aktionskarten helfen. Jeder Held hat unterschiedliche Aktionskarten. Sollten auch diese Karten nicht ausreichen, können die Helden auch ihre Sonderfähigkeit einsetzen. Dazu legen sie einfach drei Karten aus ihrer Hand auf ihren Ablagestapel und aktivieren somit ihre Sonderfähigkeit. Sonderfähigkeiten sind beispielsweise: „Lege 3 Karten auf den Ablagestapel und besiege dadurch ein Monster“. Die Sonderfähigkeiten können beliebig oft eingesetzt werden.

Wenn auch dadurch der Gegner nicht besiegt werden kann, ist das Spiel verloren.

Jedesmal, wenn ein Spieler Karten aus seiner Hand ablegt, zieht er Karten auf die Anzahl seiner ursprünglichen Handgröße nach.

 In den Dungeonstapel warten Monster, Personen, Hindernisse, Minibosse und Ereignisse auf die Helden.
In den Dungeonstapel warten Monster, Personen, Hindernisse, Minibosse und Ereignisse auf die Helden. FOTO: LR-Med / Marcus Scheib

So werden nach und nach alle Monster, Personen, Hindernisse, Minibosse und Ereignisse des Dungeonstapels abgearbeitet. Nach der letzten Karte gilt es den Endboss zu besiegen. Dieser benötigt besonders viele Ressourcenkarten und kann nicht durch die Sonderfähigkeiten der Helden besiegt werden.

Schafft die Heldengruppe auch den Endgegner innerhalb der 5 Minuten zu besiegen, haben die Helden das Spiel gewonnen. Laufen die 5 Minuten ab bevor alle Gegner besiegt sind oder kann ein Gegner nicht besiegt werden, haben die Helden das Spiel verloren.

 Der Endboss benötigt besonders viele Ressourcenkarten und kann nicht durch die Sonderfähigkeiten der Helden besiegt werden.
Der Endboss benötigt besonders viele Ressourcenkarten und kann nicht durch die Sonderfähigkeiten der Helden besiegt werden. FOTO: LR-Med / Marcus Scheib

Wenn die Helden einen Dungeon verlieren, kann das Level einfach noch einmal wiederholt werden. Ist der Dungeon gewonnen, können die Spieler den nächsten Gegner nehmen, den Dungeon-Kartensptapel und ihre Decks spielbereit machen und die nächste Runde starten. Ist der letzte Gegner erfolgreich besiegt, gibt es 2 weitere Schwierigkeitsstufen, die ebenfalls durchgespielt werden können.

Unser Fazit zu „5 Minute Dungeon“

Die Spielidee von 5 Minute Dungeon ist denkbar einfach. Dadurch lässt sich das Spiel innerhalb von wenigen Minuten erklären. Die Einstiegshürde ist sehr gering. Neben dem Spielprinzip machen die vielen kleinen Details dieses Spiel so liebenswert. So gibt es zum Spiel eine eigene Timerapp. 4 witzige Stimmen motivieren die Spielgruppe den Dungeon in der vorgegebenen Zeit zu schaffen und lachen die Spieler schadenfroh aus, wenn sie das Spiel verlieren.

Auch die einzelnen Dungeon-Karten beweisen viel Humor. Der Baby-Boss ist ein kleines Baby, dass alle um sich herum tyrannisiert. Es gibt einen Kaktus, der einen umarmen will. Gibt es etwas Angsterregenderes? Vielleicht den „langsam ladenden Bildschirm“? Wer hat nicht Angst vor der Eieruhr von Windows?

Das Grundspiel von „5 Minute Dungeon“ kann mit bis zu 5 Personen gespielt werden. Wir haben das Spiel zu viert und zu fünft getestet. Bei der Partie zu viert kam uns das Spiel sehr unausgewogen vor. Herausforderungen, die wir zu fünft locker geschafft haben, waren zu viert unlösbar. Das lag vor allem daran, dass die Handicaps beim Spiel zu viert und zu fünft die gleichen sind.

Diese Unausgewogenheit minimiert die Erweiterung „Der Fluch des Overloards“. Hier gibt es für jeden Helden, der nicht im Spiel, ist eine Sonderkarte. Die übrigen Helden können diese Karte ein mal je Runde einsetzen, um eine Herausforderung zu lösen, die sie sonst nicht meistern könnten.

 Die Erweiterung „Fluch des Overloards“ enthält einiges, neues Spielmaterial. So kann nun auch in Gruppen mit 6 Personen gespielt werden. Zusätzlich gibt es für jeden Helden neue Karten für sein Deck. Und ganz besonders spaßig – Es gibt jetzt „Flüche“.
Die Erweiterung „Fluch des Overloards“ enthält einiges, neues Spielmaterial. So kann nun auch in Gruppen mit 6 Personen gespielt werden. Zusätzlich gibt es für jeden Helden neue Karten für sein Deck. Und ganz besonders spaßig – Es gibt jetzt „Flüche“. FOTO: LR-Med / Marcus Scheib

Aber auch sonst bringt die Erweiterung einiges, neues Spielmaterial mit. So kann „5 Minute Dungeon“ nun auch in Gruppen mit 6 Personen gespielt werden. Möglich macht das ein neues Heldentableau. Zusätzlich gibt es für jeden Helden neue Karten für sein Deck. Und ganz besonders spaßig – Es gibt jetzt „Flüche“. Ähnlich wie bei „Berge des Wahnsinns“ beeinträchtigen die Flüche die Spielgruppe in ihrem Spiel. Ein Fluch sorgt beispielsweise dafür, dass die Spieler nur noch „Waffel“ sagen können. Waffel, Waffel, Waffel.

Auch neue Mini-Bosse und Ereignisse kommen durch die Erweiterung „Der Fluch des Overloards“ zum Spiel hinzu.

„5 Minute Dungeon“ ist ein ideales Spiel, um mit hohem Tempo in einen Spieleabend zu starten. Für einen ganzen Spieleabend bietet sich das Spiel jedoch nicht an. Spätestens nach dem durchspielen aller Endgegner auf einer Schwierigkeitsstufe ist die Luft raus. Bei einer schnellen Spielgruppe kann das bereits nach 25 Minuten Spielzeit der Fall sein.

Das hat uns an „5 Minute Dungeon“ gefallen

Sehr schnell und leicht erklärt.
Eine App für den Timer.
Es gibt eine wirklich sinnvolle Erweiterung.
Das Spiel steckt voller Humor.
Schönes Design.

Das könnte noch besser sein:

Das Spiel zu viert ist nicht ausgeglichen.
Die Karten müssen nach jeder Runde auseinander sortiert werden.

Gesamtauswertung:

Wie komplex ist das Spiel
4/10 Angenehm leicht
Wie verständlich sind die Regeln
10/10 Sehr verständlich.
Wie gut ist das Spielmaterial
8/10 Gut
Wie Familientauglich ist das Spiel
9/10, ab 8
Wie ist das Preis-Leistung verhältnis?
8/10, ≈25€
So gut fanden wir das Spiel
8/10, Gut