Die Damen der SG, die durch Spielerinnen vom ESV Dresden verstärkt wurden, gingen mit geringen Erwartungen in die Meisterschaft. Die Voraussetzungen wurden durch eine Verletzung der Hauptangreiferin vor Ort noch schlechter. Am Ende konnte man mit einem Unentschieden und fünf Niederlagen den 6. Platz erreichen.

Wesentlich besser lief es für die Bademeuseler Männer, die ebefalls von zwei Spielern aus Sachsen verstärkt wurden. Bereits in der Vorrunde konnte man drei wichtige Siege gegen Merkenbach, Eibach und Duisburg einfahren und musste sich nur Ahlhorn geschlagen geben. Mit 6:2 Punkten hatte man sich somit für die Endrunde qualifiziert.

Tags darauf kam es zu einem Ostderby, im Qualifikationsspiel fürs Halbfinale traf man auf den Heidenauer SV aus Sachsen. In diesem Spiel zeigten die Männer um Kapitän Lars Habertag eine sensationelle Leistung und ließen dem favorisiertem Gegner keine Chance (11:4 und 11:5).

Im Halbfinale wartete Titelverteidiger TSV Hagen mit Jahrhundertfaustballer Dirk Schachtziek. Genau dieser stellte die Bademeuseler vor scheinbar unlösbare Aufgaben. Endstand: 0:2. Im Spiel um Platz drei traf man auf den TV Eibach, der mit dem ehemaligen Nationalspieler Martin Becker antrat. Im ersten Satz entwickelte sich ein Angabenduell auf sehr hohem Niveau, das Marcel Bock von der SGB für sich entscheiden konnte. Der überragende Bock im Angriff führte sein Team letztlich auch zum Sieg im Spiel um Bronze und die SG Bademeusel somit zur ersten Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft überhaupt.