17 Produktionen von deutschen und spanischen Filmemachern stehen dabei im Fokus einer internationalen Jury. Was die Freunde des bewegten Bildes am Freitag und Samstag noch erwartet, verriet Dr. Frank Dietrich, Klubvorsitzender der Senftenberger Videofilmer, im RUNDSCHAU-Interview.Warum stehen diesmal Filme aus und über Spanien im Zentrum des filmischen Wettbewerbs?
Ganz einfach: Wir wollen erneut mit unserem Programm möglichst viele Senftenberger Filmfreunde begeistern. Zahlreiche Cineasten kennen die iberische Halbinsel aus dem Urlaub, interessieren sich somit für Land und Leute. Es gibt zudem eine Fülle von sehr guten Reisefilmen, Reportagen, Spiel- oder Trickfilmen, die sich mit spanischen Gegebenheiten beschäftigen. Wir zeigen am Wochenende an der Neuen Bühne einen bunten Querschnitt solcher Produktionen, wobei jeder Streifen höchstens 20 Minuten lang ist. Die Wettbewerbsfilme flimmern am Freitag ab 16.15 Uhr sowie am Samstag ab 13.15 und 18.30 Uhr über die Leinwand.Welche Neuerungen haben die 2. Internationalen Kurzfilmtage in Senftenberg zu bieten?
Wir räumen den erfahrenen Juroren aus Polen, Holland, Österreich und Deutschland mehr Raum ein, um öffentlich über die gezeigten Filme zu diskutieren. Die Jury wird nach jedem Programmblock jeweils eine halbe Stunde zu Wort kommen. In diesem Jahr läuft mit der 5-Minuten-Produktion "Keinen Film machen" von Michael Franke aus Großräschen auch ein einheimischer Streifen im Wettbewerb. Michael Franke hat zuletzt mit seinem Beitrag beim Bundeswettbewerb der Reisefilme eine Silbermedaille gewonnen.Der 17. Deutsche Minutenwettbewerb ist erneut in die Senftenberger Kurzfilmtage eingebettet. Wie sieht der Ablaufplan aus?
Im Minutenwettbewerb können wir in diesem Jahr 28 Filmbeiträge präsentieren. Davon sind acht Arbeiten in Senftenberg, Großräschen, Klettwitz, Hörlitz sowie Maasdorf entstanden. Unsere Region ist also gut vertreten. Das Publikum wird am Sonnabend ab 10 Uhr in einer geheimen Abstimmung die 16 besten Minutenfilme auswählen. Das Finale findet ab 16.30 Uhr im K.-o.-System statt. Dabei entscheiden die Filmfreunde per Handzeichen, welcher witzige Kurzstreifen eine Runde weiterkommt und am Ende gewinnt.Am Wochenende feiern die Senftenberger Videofilmer auch noch ihr 30-jähriges Bestehen. Wie fällt Ihre kurze Rückschau aus?
Da kommt eine Erfolgsbilanz zusammen, auf die ich als Klubvorsitzender mit Fug und Recht stolz bin. Wir haben zum Beispiel in den vergangenen drei Jahrzehnten auf nationaler oder internationaler Ebene 27 Filmfeste organisiert. Unser Klub hat in der gleichen Zeit 60 Gemeinschaftsproduktionen hergestellt und damit im In- und Ausland viele Preise errungen. Die absoluten Höhepunkte waren aber sicherlich die zwei Weltmeistertitel, die wir 1995 und 2003 mit unseren Minutenfilmen nach Senftenberg holen konnten. Mit Dr. Frank Dietrichsprach Oliver Sobe