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| 01:23 Uhr

„Seit einem Jahr schleichen sich Menschen in meine Bilder“

Viele Besucher haben sich im Atelier von Günther Rechn interessiert umgeschaut. Foto: Marion Hirche
Viele Besucher haben sich im Atelier von Günther Rechn interessiert umgeschaut. Foto: Marion Hirche FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Aquarelle mit Südeuropa- und Heimatmotiven, Collagen, Feder- und Bleistiftzeichnungen, Lichtbilder, ein Altarbild aus Metall und Holz, Fotos – diese künstlerische Stilrichtung hat die Cottbuser Malerin Anette Lehman-Westphal weithin bekannt gemacht. „Auf einigen Bildern wird deutlich, dass sich seit einem Jahr auch Menschen in meine Bilder schleichen“, sagt die sympathische Künstlerin. Marion Hirche

Das sich Anette Lehman-Westphal in vielen Kunstrichtungen zuhause fühlt, davon konnten sich jüngst jede Menge Kulturfreunde überzeugen. Sie hat - wie auch Günther Rechn und andere Künstler - einen Tag lang die Türen ihres Ateliers für jedermann geöffnet, um mit Kunstinteressierten ins Gespräch zu kommen und Einblicke in ihr Schaffen zu geben.

Im Atelier, im Flur und im Gästezimmer des Wohnhauses von Anette Lehman-Westphal in der Hans-Sachs-Straße wird das vielseitige Wirken der Ströbitzer Künstlerin widergespiegelt. An zahlreichen Bleiglas- und Tiffany-Glaskunstwerken ist zudem erkennbar, dass die Künstlerin auch ihren Ehemann Matthias mit dem Kunstvirus “infiziert„ hat.

“Ich male selbst, will im Sommer eine Ausstellung eröffnen und will mir hier noch was abgucken„, begründet Karl-Heinz Müller seinen Besuch. “Ich bin stolz, dass ich bei Anette Lehmann-Westphal lernen darf„, erklärt Ina Witt ihr Motiv fürs Kommen. Maja Rose vom Ziegenstall in Ogrosen hat mit der Ströbitzerin schon zusammen Videos produziert und interessiert sich nun für die anderen Kunstfelder. Ganz begeistert zeigen sich Vera und Jürgen Berndt: “Wir wohnen nur ein paar Häuser weiter, fanden das eine tolle Gelegenheit , sich endlich mal kennenzulernen.„

So sieht das auch Karl-Heinz Hochstädter, der aus Wittichenau nach Cottbus ins Atelier von Günther Rechn kam: “Ich war in Hoyerswerda Kunsterzieher, Günther Rechn hat meine Schüler mit seinen Bildern bei einer Ausstellung begeistert. Heute wollte ich einfach mal sehen, was er jetzt so malt.„ Wer den Tag des offenen Ateliers nutzt, um den Cottbuser Maler Günther Rechn zu besuchen, der wird im Foyer des Ateliers in der Dresdner Straße von Musik und Amaryllis empfangen. Die zwei großflächigen Ölbilder laden in die Ausstellungsräume ein, wo zu sehen ist, dass Rechn zurzeit ein Kinderporträt malt. Überall hängen Bilder mit Seerosen, Hunde aller Art in allen Situationen, Gesichter voller Lebenserfahrung, Vögel- und Blumenbilder. “Wir sind Freunde von Günther, wohnen auch in Limberg und haben auf seinen Bilder so manches von Zuhause entdeckt„, sagt Elke Komorowski. Gudrun Röhl aus Cottbus konnte sich an den Bildern überhaupt nicht satt sehen: “Die Bilder leben alle, da steckt so viel drin , die Farbgebung, Licht und Schatten, das alles ist faszinierend„. “Ich hatte sehr viele Besucher. Insofern denke ich, dass es ein tolle Idee im Interesse der Künstler und der Kunst ist. Für nächstes Jahr sollte über einen kleinen Katalog der Beteiligten nachgedacht werden„, resümierte Günther Rechn.