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| 01:26 Uhr

Seine Bilder spiegeln, wer er war

Mit Cello-Musik und warmen Worten der Erinnerung ist am Dienstagabend die seit langem geplante Sonderausstellung mit Malerei und Grafik von Gerhart Lampa im Senftenberger Schloss eröffnet worden. Mehr als 60 Kunstfreunde waren zur Eröffnung der Exposition mit 30 Gemälden, Aquarellen und Farbholzschnitten aus der Kunstsammlung Lausitz gekommen. Von Katrin Würz

Geplant worden war die Ausstellung im Museum des Landkreises ursprünglich aus Anlass des 70. Geburtstages von Professor Gerhart Lampa in diesem Jahr. "Niemand glaubte, dass der Künstler zur Eröffnung nicht mehr bei uns sein würde und es nun eine Gedenkausstellung sein wird", sagte Museumsdirektor Stefan Heinz. Doch Anfang Januar war Gerhart Lampa seiner Krebserkrankung erlegen. Die Vernissage am Dienstag war nun noch einmal eine Verneigung vor dem Werk des Lausitzer Künstlers und vor dem Menschen Gerhart Lampa, der tief in der Region verwurzelt war und sein bildnerisches Können und Wissen gern an junge Menschen weitergab. "Und wir hier im Museum ehren natürlich auch den einstigen Museumsleiter, der den Grundstein für die Kunstsammlung im Haus mit setzte", so Stefan Heinz.Die Laudatio hielt an diesem Abend Bernd Gork, Malerkollege und Kurator der Kunstsammlung Lausitz. "Gerhart Lampa war ein kommunikativer Mensch, der gern seine Arbeiten zeigte und mit anderen darüber diskutierte. Er ging offen auf andere Menschen zu", sagte Gork und lud die Ausstellungsbesucher ein, sich im Sinne Lampas über die Bilder auszutauschen. Vielseitiger Künstler Auch Ehefrau Barbara Seidl-Lampa ergriff das Wort. Sie zitierte aus Briefen, die sie nach dem Tod ihres Mannes von vielen Freunden und Kunstliebhabern erhalten hat und die den Menschen Gerhart Lampa mit ihren eigenen Worten würdigten.Mehr noch geben wohl seine Bilder über den Künstler Auskunft. Das empfand auch die Malerin und Kunsterzieherin Katrin Meißner so. "Die Bilder zeigen, wer er war", sagte die Calauerin, die von Gerhart Lampa als Mitglied der Künstlergruppe "Kreis 07" wichtige Impulse erhalten habe.Die Vielseitigkeit des Künstlers quer durch die Schaffensperioden bewunderte Austellungsbesucherin Dagmar Fischer aus Ruhland. "Ich kannte bisher nur seine Ölmalereien mit diesen ausdrucksstarken Farben. In dieser Ausstellung sind nun auch Aquarelle und Linolschnitte aus früheren Jahren zu sehen - das ist faszinierend."Die Ausstellung "Gerhart Lampa - Malerei und Grafik" wird bis zum 6. April im Museum im Schloss Senftenberg gezeigt.