Lauta. Das Lausitzer Seenland rüstet sich für Touristen und Urlaubsgäste. Erstmals haben die Zweckverbände Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB) und Sachsen (LSS) und der länderübergreifende Tourismusverband die touristischen Anbieter darüber informiert, wie die Reiseregion weiterentwickelt und vermarktet werden soll. Auch diese Saison wird unter erschwerten Bedingungen stattfinden müssen. Daran hat Gerd Richter, Projektleiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) für das Seenland, keinen Zweifel gelassen. Von vielen gekippten Flächen gehen Gefahren aus. Das sei den Gästen auch nachvollziehbar zu erklären. Sicherheit gehe vor.

"Die Folgen der Rutschungen werfen uns aus zweierlei Gründen stark zurück", schätzt Michael Vetter ein. Sanierungsgeld, das nunmehr für die Standsicherheit der gefährdeten Areale ausgegeben werden müsse, hätte sonst stärker in die Infrastruktur der neuen Reiseregion investiert werden können. Und das Image beim Gast habe gelitten. "Wer macht schon gern Urlaub in einem gefährlichen Gebiet", fragt Vetter - ohne der Antwort pessimistisch zu begegnen. Denn das Produkt Lausitzer Seenland sei zwar noch nicht perfekt, aber hoch spannend. Und es werde immer besser.

Die Promenade des Senftenberger Stadthafens soll ab Juli frei sei und den Spaziergängern und Radlern den Blick auf den Bau der schwimmenden Elemente freigeben. Der Steg soll im Oktober fertig werden. Die Seebrücke, die fünf Meter hoch über dem See ragen wird, soll zum 40. Geburtstag des Senftenberger Sees mit dem schiffbaren Kanal zum Geierswalder See in Betrieb gehen. Dort wird fieberhaft daran gearbeitet, den Schiffsanleger im Seegrund verankern zu können. Gerd Richter ist optimistisch, dass dies gelingen wird. Die Gemeinde Elsterheide macht Druck, dass die Genehmigungen in Dresden erteilt werden.

Baubeginn für die Erweiterung des Strandhotels in Buchwalde soll im September sein. Das Wassersportzentrum Großkoschen wird um 50 Campingstellplätze erweitert. Außerdem entstehen 20 einfache Übernachtungshütten und ein Sanitärgebäude, die planmäßig bis zum nächsten Frühjahr fertig gestellt werden. Zu Füßen der Landmarke "Rostiger Nagel" am Sedlitzer See entstehen ein Sanitärgebäude und ein Bootsanleger. Der schwimmende Steg soll zur Ferienhauptsaison auf den ersten 160 Metern in den See ragen und begehbar sein, so Vetter.

Für das Lagunendorf, das sowohl Wohnen am Wasser ermöglichen als auch als Urlauberdomizil geschaffen werden soll, machen der Seenland-Verband und die Stadt Senftenberg Tempo. Die Landzungen müssen im nächsten Jahr in den gewachsenen Boden getrieben werden, damit noch zu vertretbaren Kosten gegründet werden kann. Auch am Seehafen Großräschen soll im nächsten Jahr Baustart sein.