Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seinem Landsmann im September 2007 im Asylbewerberheim in Bahnsdorf (Ober-spreewald-Lausitz) drei lebensbedrohliche Messerstiche in den Unterbauch zugefügt hat. Täter und Opfer sowie weitere Beteiligte hatten zuvor gemeinsam Schnaps getrunken. Der später schwer verletzte Mann lag zum Tatzeitpunkt nichts ahnend auf seinem Bett und telefonierte.
Hintergrund der Tat war der Kampf um Anteile auf dem illegalen Zigarettenmarkt, der in der Lausitz von verschiedenen vietnamesischen Gruppen beherrscht wird. Offensichtlich sollte ein unliebsamer Konkurrent ausgeschaltet werden. Bereits wenige Tage vor dem versuchten Mord hatte es im Stadtgebiet von Senftenberg eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Zigarettenhändlern gegeben.
(Eig. Ber./sw)