Der 44-Jährige wurde wegen gewerbsmäßigen Betrugs, versuchten gewerbsmäßigen Betrugs und versuchter gewerbsmäßiger Erpressung verurteilt. Er hatte mit vier Frauen Affären begonnen, um sich ihr Geld zu erschleichen. Er konnte so 9,4 Millionen Euro ergaunern, alleine sieben Millionen Euro davon von Klatten.Ursprünglich waren für das Verfahren vier Verhandlungstage angesetzt. Nach S.'s überraschendem Geständnis verzichtete das Gericht aber auf eine umfassende Beweisaufnahme. Dieses Geständnis habe eine "große Rolle" dafür gespielt, dass das Gericht deutlich unter der Forderung der Anklage nach neun Jahren Haft blieb, sagte der Vorsitzende Richter Gilbert Wolf. So sei Klatten und den anderen Frauen eine Aussage erspart geblieben. Der Anwalt von S. hatte zuvor die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft im Namen seines Mandanten als "im Kern" zutreffend bezeichnet. S. räumte neben dem Erschleichen von Geld durch erfundene Schadensersatzforderungen gegen sich auch ein, seine Opfer mit heimlich gemachten Videoaufnahmen von ihren intimen Treffen erpresst zu haben. In einer persönlichen Erklärung sagte er: "Ich bedauere das Vorgefallene zutiefst und entschuldige mich hier in der Hauptverhandlung und in aller Öffentlichkeit bei den geschädigten Damen." Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch wertete das Geständnis als kaum strafmildernd. Er begründete das damit, dass S. keine Angaben zum Verbleib der erschwindelten Millionen machte und auch die Aussage dazu verweigerte, wo sich die Videoaufnahmen befinden. AFP/das