Ursprünglich trafen sich einige Cottbuser Schachspieler auf Initiative des inzwischen schwer erkrankten Volker Seipt zum lockeren Spiel im sogenannten Caféhausstil. Nachdem die Gruppe immer größer wurde und der Wunsch entstand, auch am Punktspielbetrieb des Landesschachverbandes Brandenburg mit einer eigenen Mannschaft teilzunehmen, wurde Ende 2010 der Schachclub Senioren (SCS) Cottbus gegründet. „Wir haben inzwischen 14 Mitglieder, rund 30 Schachfreude spielen regelmäßig bei uns“, sagt Wolfgang Anlauf. Der 74-Jährige ist Vorstand des Vereins.

Der SCS Cottbus ist ein bisschen „Sammelbecken“ für Schachspieler geworden, die in Cottbus früher bei Lok Cottbus, Dynamo Süd, Motor Cottbus, ASK Vorwärts oder Fortschritt Schach gespielt haben. Im Verein, dem bisher ausschließlich Männer angehören, bestätigen sich Schachfreunde im Alter von 60 Jahren (Mindestalter für Männer) bis 86 Jahre – also Senioren und Nestoren, wie die Bezeichnung der über 75-Jährigen lautet. „Wir würden uns auch sehr freuen, wenn bald eine Frau den Weg in unseren Verein finden würde“, sagt Dr. Werner Didzuhn (81), stellvertretender Vorsitzender. Frauen können sich schon ab 55 dem SCS anschließen.

Zwei Mannschaften am Start

Gespielt wird zweimal die Woche, montags und mittwochs von 12 bis 16 Uhr im Seniorentreff „Lebensfreude“ in der Cottbuser Weinbergstraße 1. Daneben sind die Mitglieder aber auch rege bei Turnieren oder im Meisterschaftsbetrieb des Landesschachverbandes. Die Seniorenmeisterschaft 2011/12 über 23 Runden geht in die Endphase, Rainer Birk hat gute Chancen, seinen Titel zu verteidigen. Die SCS-Mannschaft mit Rüdiger Becker, Werner Didzuhn, Wolfgang Sittig, Volkmar Berger, Horst Petersohn, Olaf Kunze, Werner Plewka, Wolfgang Anlauf, Wolfgang Böhm, Harry Berndt und Hans-Joachim Gerisch steht nach fünf Siegen in sieben Spielen fast schon als Meister in der Regionalklasse Süd fest. Eine zweite Mannschaft startet in der 2. Regionalklasse. Kürzlich war auch ein Simultanturnier gegen Großmeister Sergey Owsejewitsch im Angebot – mit Klaus Berndt, Hans-Jürgen Schmidt, Volkmar Berger und Werner Didzuhn erkämpften vier von 25 Senioren gegen den Ukrainer ein beachtliches Remis.

Neben dem Jochen-Winkler-Gedenkturnier am 26. Mai wird ein Höhepunkt in diesem Jahr die erstmalige Ausrichtung der 15. Kreiseinzelmeisterschaft Cottbus/Spree-Neiße. Vom 10. bis 12. Februar werden fünf Runden im Schweizer System gespielt. Teilnahmemeldungen sind bis zum 2. Februar möglich.

Weitere Infos zum Verein

und Ausschreibungen:

www.scs-cottbus.de