Doch bei dem gewaltigen Erdbeben am 25. April blieben in seinem Bergdorf Karthali nur vier von rund 600 Häusern stehen. Auch von der Schule ist nur noch ein Trümmerhaufen übrig. "Für ein Dorf-Haus war sie zwar ziemlich stabil gebaut, aber sie bestand trotzdem nur aus Steinen und Lehm", sagt der Schuldirektor. Das Himalaya-Erdbeben der Stärke 7,8 hat Tausende Menschen das Leben gekostet. Und es hat das Schulsystem Nepals völlig aus den Fugen gebracht. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef haben etwa eine Million Kinder in Nepal kein Schulhaus mehr. 24 000 Klassenzimmer wurden demnach bei dem Beben und vielen Nachbeben zerstört. "Wir werden den Unterricht im Freien und in Zelten halten", sagt Schuldirektor Tamang. Doch lange werde das wohl nicht gutgehen. "Sehr bald beginnt die Regenzeit, dann haben wir ein Problem." Tamang sagt: "Das Beben hat die Zukunft vieler Kinder zerstört."