Zuvor hatte sie den Schauspieler, der als Exzentriker und aufbrausender Egomane verrufen war, im Magazin "Stern" als "Kinderschänder" bezeichnet und über die Folgen des Missbrauchs für sie gesprochen. Ihr Vater, der 1991 starb, habe ihr gesagt, das sei ganz natürlich. "Überall auf der Welt würden Väter das mit ihren Töchtern machen", so zitierte Kinski, die ebenfalls Schauspielerin war, ihren Vater.

In ihrem Buch "Kindermund", das im Insel Verlag erscheinen soll, beschreibt Pola Kinski - indirekt - Szenen des Missbrauchs. Aber immer wieder schreibt sie auch über die Zerrissenheit, die sie als Kind erlebt hat.

Klaus Kinski war vor allem als wilder Bösewicht in den Edgar-Wallace-Verfilmungen bekanntgeworden. Bis zu seinem Tod am 23. November 1991 wirkte er in 130 Filmen mit. Tochter Pola stammt aus seiner ersten Ehe mit Gislint Kühlbeck.