Vielerorts führte Starkregen zu schweren Überschwemmungen. Im Allgäu löste der andauernde Regen am Sonntag eine Schlammlawine aus, auch im Hochschwarzwald kam es zu einem Erdrutsch. Angaben über Verletzte gab es zunächst nicht.

Allerdings wurde wegen der Schlammlawine in Oberstdorf vorsorglich ein bedrohtes Wohngebiet evakuiert, wie die Polizei mitteilte. Betroffen waren demnach 400 bis 500 Menschen. Zuvor war der Oybach oberhalb der Stadt so stark angeschwollen, dass sich an seinem Ufer Schlammmassen lösten. Diese rutschten talwärts und kamen in der Nähe der Skisprungarena zum Stehen.

Bei dem Erdrutsch im Hochschwarzwald wurde laut Polizei der Wanderweg Schluchtensteig versperrt. "Die Lage ist noch unklar", fügte ein Sprecher der Bergwacht hinzu. Der Wanderweg sei an Wochenenden sehr gut besucht. Es gab zunächst aber keine Hinweise darauf, dass Menschen verschüttet wurden. Zahlreiche Einsatzkräfte und ein Hubschrauber suchten das Gelände am Abend dennoch ab. In Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden Straßen und Keller überflutet. Entwurzelte Bäume stürzten um.