Bis zu elf Zentimeter Neuschnee haben Brandenburgs Straßen am Montag gefährlich glatt werden lassen. Die Polizei nahm bis zur Mittagszeit landesweit 86 glättebedingte Unfälle auf, wie der Lagedienst beim Innenministerium berichtete. Ein Mensch kam ums Leben, zudem wurden 23 Verletzte registriert. Mann stirbt auf der A13Der tödliche Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden auf der Autobahn A13 Dresden-Berlin zwischen Ort-rand (Oberspreewald-Lausitz) und Ruhland. Ein 46-jähriger Mann aus Sachsen fuhr auf glatter Fahrbahn mit seinem Wagen auf einen Lastwagen auf und starb an der Unfallstelle. In Mecklenburg-Vorpommern kam zudem ein 60-jähriger Brandenburger aus der Prignitz ums Leben, als er mit seinem Auto nahe Marnitz (Kreis Parchim) gegen einen Baum fuhr. In Missen (Oberspreewald-Lausitz) kollidierte ein mit Sommerreifen fahrender Kleintransporter mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Unangepasste Fahrweise war laut Potsdamer Polizeipräsidiums Ursache der meisten Unfälle. Vorsichtig sollten sich auch Fußgänger verhalten, empfahl der Chefarzt der Notaufnahme im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum, Olaf Konopke. Mit dem Schneefall sei die Zahl der Patienten mit Sturzverletzungen wie Unterarmfrakturen oder Brüchen des Sprunggelenks deutlich gestiegen, sagte er.In Sachsen kam es am Montagmorgen vor allem auf nicht geräumten Nebenstraßen zu Karambolagen und Blechschäden, teilte der Verkehrswarndienst in Dresden mit. "Es gab deutlich mehr Unfälle als sonst", sagte ein Sprecher. Mit der Rückkehr des Winters hatten demnach besonders die Autofahrer in Westsachsen, der Oberlausitz und im Erzgebirge zu kämpfen. Auf der Bundesstraße B 156 kam es laut Angaben zwischen Lieske und Uhyst (Landkreis Görlitz) zu einem schweren Unfall. Die Straße musste vorübergehend gesperrt werden. Auf der Autobahn 4 Richtung Görlitz rutschte am Vormittag in der Nähe der Anschlussstelle Niederseifersdorf ein Lkw in die Leitplanke. Der Abschnitt der Autobahn musste für mehr als zwei Stunden gesperrt bleiben. Im Bereich der Polizeidirektion Oberlausitz/Niederschlesien wurden bis zum Mittag 50 Unfälle registriert, an denen 89 Autos beteiligt waren. Neun Personen seien verletzt worden, sagte eine Sprecherin.Im Erzgebirgskreis kam auf der Bundesstraße 174 bei Hohndorf ein Laster ins Rutschen und stellte sich quer. Im Bereich der Polizeidirektion Südwestsachsen wurden allein zwischen Mitternacht und 8.30 Uhr rund 20 witterungsbedingte Unfälle regis-triert. 40 Flüge in Tegel gestrichenAn den Berliner Flughäfen mussten sich viele Passagiere in Geduld üben: Wie ein Sprecher mitteilte, kam es morgens zu Verzögerungen von bis zu anderthalb Stunden. Am Fluhafen Tegel wurden rund 40 Flüge von und nach Berlin gestrichen. dpa/ig