Die schwere Schwangerschaftsübelkeit von Herzogin Kate (30) bedeutet nach Experteneinschätzung in der Regel kein erhöhtes Risiko für Mutter oder Kind. "Es gibt keinen Grund zur Sorge, aber man darf die Sache natürlich auch nicht auf die leichte Schulter nehmen", sagte der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin am Berliner Vivantes-Humboldt-Klinikum, Prof. Andreas Ebert, am Dienstag.

In einer Klinik sei die Ehefrau von Prinz William gut aufgehoben, denn die Behandlung einer schweren Form von Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) sei ein bewährtes Verfahren. Der Experte sagte: "Flüssigkeitszufuhr, Kalorienzufuhr, Ruhe und unter Umständen auch psychologische Unterstützung gehören dazu."

Seinen Angaben zufolge leiden etwa 90 Prozent der Schwangeren unter der typischen Übelkeit. "Oft ist das am Morgen, und die Beschwerden hören nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel wieder auf, wenn der Körper sich auf die neue Hormonsituation eingestellt hat." 15 bis 20 Prozent der betroffenen Frauen quäle jedoch die komplette Schwangerschaft hindurch Übelkeit, etwa zwei Prozent trifft es in den ersten Monaten so schlimm wie Kate. Vor allem bei sehr schlanken Frauen käme es häufiger zu diesen starken Übelkeitsbeschwerden.

Britische Medien werten die starke Übelkeit bereits als Hinweis darauf, dass Kate möglicherweise Zwillinge erwartet. "In der Fachliteratur wird zwar tatsächlich beschrieben, dass es bei Mehrlingsschwangerschaften etwas häufiger zur Hyperemesis kommt, aber umgekehrt bekommt natürlich nicht jede betroffene Frau gleich Zwillinge", sagte Ebert. Er könne eine Häufung nicht bestätigen. "Alle Patientinnen, die ich zuletzt behandelt habe, hatten Einlingsschwangerschaften."