Für den vorbeugenden Schutz hat das Kabinett in Potsdam 2010 nach Angaben von Peter Sohst, Referent für die Bergbausanierung bei der Gemeinsamen Landesplanungsbehörde Berlin-Brandenburg, einen Beschluss gefasst. Demnach soll die so bezeichnete Hochwasser-Risiko-Managementplanung für die Landesgewässer I. Ordnung bis zum Jahr 2015 stehen, sagte er im Braunkohlearbeitskreis Lauchhammer. Zu diesen Gewässern gehören auch die immer wieder über die Ufer tretende Pulsnitz im Süden des OSL-Kreises und die Schwarze Elster.

Die Bandbreite der Überlegungen während der früheren Hochwasserlagen an der Elster war stets weit gefächert. Sie reichte von einem leistungsstarken Ableiter in die Lausitzer Seen noch vor der sächsischen Grenze, den Ausbau der teilweise sehr altersschwachen Deiche bis hin zu Überflutungsflächen bei Lauchhammer. In diesem Zusammenhang könnte die dreistreifig auszubauende Bundesstraße 169 zwischen Lauchhammer und Plessa einen vorgezogenen Deich bilden, lautet ein Gedanke.

Der pensionierte Senftenberger Wasserwirtschaftler Reinhard Heepe, Kenner der Hochwassermaterie in der Kreisstadt und deren Umland, glaubt nicht daran, dass sich vor dem Jahr 2020 Großartiges an der Schwarzen Elster bewegen wird.

Dreh- und Angelpunkt aller Vorsorgeplanungen ist für Wolfgang Klepsch, einst im OSL-Amt für Planung und Wirtschaft und im Braunkohlearbeitskreis tätig, die Schwarze Elster. Sie müsse das Wasser aller Vorfluter aufnehmen und ableiten. Wenn sie versage, dann stehe alles unter Wasser. Zusätzliches Nass kommt in Zukunft aus Richtung Nordosten von der Kleinen Restlochkette bei Lauchhammer. In Trockenzeiten sei das zusätzliche Wasser willkommen, bei steigendem Flusspegel jedoch nicht.

Hans-Jürgen Kaiser, Leiter Planung bei der LMBV, versichert, dass der Bergbausanierer auch dieses Problem untersucht.