Mit der kuppelförmigen Abdeckung könnte das Öl demnach aufgefangen und anschließend abgepumpt werden. ,,Das ist das erste Mal, dass so etwas versucht wird", sagte Danner.

Auf der Plattform ,,Deepwater Horizon", die dem Unternehmen Transocean gehört und von BP betrieben wird, hatte sich vor einer Woche eine gewaltige Explosion ereignet. Zwei Tage später sank die Bohrinsel, elf Arbeiter starben. Die Ölpest bedroht die Küsten der US-Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi. In dem dortigen Ökosystem leben Wasservögel, Garnelen und Austern. BP hat vier Unterwasserroboter im Einsatz, die das Bohrloch verstopfen sollen, aus dem in 1500 Meter Tiefe rund 160 000 Liter Öl pro Tag ins Meer strömen. Sollte die Schließung des Bohrlochs misslingen, müssten die Experten in der Nähe Entlastungs-Löcher graben, um den Ölfluss aus dem offenen Loch nach und nach versiegen zu lassen. Dies könnte nach Einschätzung von BP zwei bis drei Monate dauern. Die Schutzkuppel gilt daher als beste Lösung, um die Ölpest kurzfristig in den Griff zu bekommen. AFP/fxe