Interessierte Eltern können ihre Kinder von der kommenden Woche an beim Schulträger anmelden.

enn es nach Frank Olie geht, wird im Sommer 2012 der Schulbetrieb im neuen Evangelischen Gymnasium Cottbus beginnen. In der vergangenen Woche war der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung Berlin-Brandenburg Schlesische Oberlausitz (EKBO) noch einmal in Cottbus, um die Frage des zukünftigen Schulstandortes zu klären.

Endgültige Zustimmung fehlt

„Unser Wunsch ist es, das Gebäude der früheren Carl-Blechen-Grundschule zu kaufen und zu sanieren. Für die Dauer der Renovierung möchten wir übergangsweise Räume des jetzigen Steenbeck-Gymnasiums nutzen. Noch fehlt uns aber die endgültige Zustimmung der Gremien der Stadt Cottbus“, erklärt Frank Olie.

Insgesamt drei Millionen Euro müssen in das Schulgebäude in der Elisabeth-Wolf-Straße investiert werden, veranschlagt die Schulstiftung.

Hoher Sanierungsbedarf

„Wir haben uns die Immobilie genau angesehen. Der Sanierungsbedarf ist zwar hoch, doch das Gebäude würde für ein zweizügiges Gymnasium, wie wir es planen, passen“, sagt Frank Olie. Bis zu 350 Schüler der Mittel- und Oberstufe könnten dort unterrichtet werden. Kritisch sieht Olie nach wie vor die Sparpläne der Landesregierung, die die Zuschüsse für freie Schulen kürzen will: „Dass das Ministerium die Kürzungen von 4,8 auf 4,3 Millionen reduziert, ist aus unserer Sicht noch nicht befriedigend. Die verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Sparpläne des Landes bleiben bestehen.

Die Proteste werden weitergehen. Unser Ziel ist ein Moratorium für ein Jahr und die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Finanzierung der Schulen befassen soll.“

Trotz der angekündigten Sparmaßnahmen der Regierung hat die EKBO an der Gründung eines Gymnasiums in Cottbus festgehalten. Im Dezember soll im Potsdamer Parlament die abschließende Lesung zu den Kürzungen stattfinden.