Einmal die Konditionsanfrage, zum anderen die Kreditanfrage. Gehen oft Kreditanfragen ein, unterstelle die Schufa, dass Kredite abgelehnt wurden. Das beeinflusse die Einschätzung der Bonität negativ, wodurch Kunden schlechtere Konditionen erhalten. Generell rät Herbst dazu, für einen Ratenkredit bei zwei verschiedenen Banken je ein bonitätsabhängiges und ein bonitätsunabhängiges Angebot einzuholen. Denn die niedrigen Zinsen, mit denen häufig geworben wird, gibt es meist nur bei Top-Bonität.

So können die Zinsen schon um mehrere Prozentpunkte ansteigen, wenn statt bester Bonität nur gute Bonität berechnet wird. Kunden haben das Problem, dass sie sich bei der Bonitätsabhängigkeit nicht selbst einstufen können. Deshalb sollten sie sich immer auch ein unabhängiges Angebot einholen.

Der günstigste Zinssatz für einen Kredit über 10 000 Euro mit 36 Monaten Laufzeit liegt bei bester Bonität nach einer aktuellen FMH-Berechnung derzeit bei 2,75 Prozent. Geht man von der Zwei-Drittel-Zinsnennung aus, sind es im günstigsten Fall 4,59 Prozent, im teuersten 7,49 Prozent. Handelt es sich um einen bonitätsunabhängigen Kredit, liegt der Zinssatz in der FMH-Datenbank derzeit zwischen 3,69 und 7,95 Prozent.