In einem Thalys-Schnellzug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris hat ein Mann mit einer Schusswaffe das Feuer eröffnet und zwei Menschen schwer verletzt. Ein Opfer sei lebensgefährlich verletzt worden, sagte der Sprecher des französischen Innenministeriums am Freitag dem Sender BFMTV. Die für Terrorismus zuständige Staatsanwaltschaft von Paris übernahm die Ermittlungen.

Nach ersten Angaben wurde der Mann von Passagieren überwältigt und dann im Bahnhof von Arras in Nordfrankreich der Polizei übergeben. Der eigentliche Vorfall ereignete sich laut französischem Präsidialamt noch auf belgischem Staatsgebiet.

Identität und Motiv des Täters blieben zunächst unklar. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, zog die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft den Fall aufgrund der verwendeten Waffe, des Ablaufs und des Kontextes der Tat an sich.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen wurden im Gepäck des mutmaßlichen Täters mehrere Schusswaffen gefunden.

Die Regionalzeitung "La Voix du Nord" berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, bei den beiden Opfern handele es sich um Soldaten, mindestens einer von ihnen soll Amerikaner sein. Sie hätten an Bord des Zugs gehört, wie der Mann eine schwere Waffe in einer Toilette geladen habe und seien daraufhin eingeschritten. Einer sei von einem Schuss getroffen worden, der andere mit einer Stichwaffe verletzt worden.